Samstag, 26. Januar 2013

Dominica - Indian River

Nachdem wir gestern einen halben Tag lang die Toiletten bzw. vor allem die Schläuche von Urinstein befreit haben (unvorstellbare Sauerei), was die Werft in Kroatien natürlich nicht wie versprochen gemacht hat (wenn Du als Skipper helfende Hände suchst, schau am besten am Ende Deiner Arme!!), haben wir uns heute noch ein Highlight gegönnt und von einem Guide in den Indian River rudern lassen. Auch hier wurden an diversen Orten Scenen aus Fluch der Karibik gedreht. Aus Naturschutzgründen durfte das Fernsehteam auch nicht mit Aussenbordern in den Dschungel gefahren werden, sondern musste von den Locals gerudert werden. Daher hat der Fluss seine Unheimlichkeit und Stille bewahren können.



Das ist Eddison, unser Guide



Bein dicke Bambusrohre, aus denen hier Möbel, Häuser uvm gebaut werden

Diese "Elefantenohren" sitzen auf den Stämmen der Mangroven, zerstören diese aber nicht

Der war genauso neugierig wie wir

Banananenbaum
 Heute abend gehen wir noch auf eine Party, die die Guides hier organisieren. Eine schöne Gelegenheit, mal Einheimische und diverse Yachties zusammen kennen zulernen. Die Jungs sind sehr stolz auf ihr Security-Netz P.A.Y.S, das sie hier aufgebaut haben. Naja, und schlafen kann man natürlich sowieso nicht bei der Live-Raggae-Musik. Morgen ist dann noch Karneval hier in Portsmouth. Danach, am Montag, werden wir dann nach Guadeloupe aufbrechen, wo Peter aus Hamburg (Lagoon AQUA) zu uns an Bord kommt für 12 Tage.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Dominica Menschen und Regenwald


stolzer Bananenplantagen-Besitzer
Dominika hat uns unglaublich beeindruckt. Einen ganzen Tag lang haben wir tropischen Regenwald, Menschen, exotische Früchte zum ersten Mal im Leben gesehen. Es ist nicht zu beschreiben. Vielleicht können die Bilder es ein wenig ausdrücken. Ich lade sie mal heute Nacht hoch, so lang das Internet mitspielt, das hier gerade im BlueBay Restaurant frei ist und mit unseren Antennen von Bord zu empfangen ist.




Hier spielten auch Szenen aus "Fluch der Karibik"

essbare Delikatesse




Das ist eine frische Kokusnuss, deren Milch man genießen kann, noch bevor sich das weisse bekannte Innere in der Nuss bildet

Zum ersten Mal im Leben Zimt gesehen und geschenkt bekommen. Die Koje duftet jetzt danach

köstlich duftender Tee und Medizin wird aus diesen Blättern hergestellt


Jeder macht irgend etwas, was die anderen Cariben brauchen können

....Musikinstrumente oder Gieskannen

eine bekannte Sängerin, verheiratet mit einem Kroaten, leben im Sommer in Kanada...

Kakao


Der asiatische Einschlag der Ureinwohner (Cariben) ist unverkennbar


Schuluniform



Rastaman


Die Sternfrucht schmeckt ein wenig sauer, aber lecker kurz gekocht in Reis oder gepresst wie Zitrone

sie wollte unbedingt fotografiert werden, und dann wollte ihr Bruder auch...


Dienstag, 22. Januar 2013

auf Dominica Rupert Bay angekommen

der Tracker sendet mal wieder nicht die Position, aber wir sind in einer Rauschefahrt in 9 Stunden 60 SM bis in den Nordwesten von Dominica gefahren, in die Prince Rupert Bay bei Portsmouth.
Hier noch ein Photo von der Fahrt dorthin.
Das Nordkap von Martinique.... uih, da kündigt sich schon der Wind an, den wir dann mit 32 Knoten teilweise aus NW (!!) bekamen

Saint Pierre


und nochmal der Liegeplatz in Saint Pierre direkt vor dem Vulkan
... oder hier vom Dorf aus gesehen


Das alte Theater (nur der Aufgang)

und die Ruinen der ehemals verschütteten Häuser

Ich liebe es, tropische Früchte, hier Mangos, einfach von den Bäumen zu pflücken...
morgens noch normale Stadtgasse...nachmittags dann plötzlich Karneval...........
 
Der Karneval hilft, die permanente Bedrohung durch den noch aktiven Vulkan im Hintergrund einfach mal zu vergessen

oft recht üppige Lebensfreude



so macht einkaufen Spaß. Es geht immer fröhlich zu, selbst wenn man sich kaum versteht

Dorfjugend

ja, es ist kitschig, aber so war es wirklich
 

herrliches Durcheinander......

Sonntag, 20. Januar 2013

Freitag, 18. Januar 2013

Caribbean Life

Nach getaner Arbeit noch mal ins Dörfchen, Lebensfreude tanken. Es ist so schön , dass es hier noch so viele frohe Gesichter gibt , und Farben. Ich kann Gaugin verstehen, dessen Schaffensperiode auf Martinique ein ganzes Museum hier gewidmet ist.

Nordwind - Putztag

Eigentlich wollten wir ja weiter Richtung Norden/Dominica, aber entgegen aller Windvorhersagen, dass in der Karibik immer Ostwind (Passat) weht, kam er uns genau auf die Nase. So sind wir geblieben und ich habe mal das ganze rostende Edelstahl poliert und das Unterwasserschiff gebürstet . Ganz ohne Pflege geht es auch mit Coppercoat Antifouling auf dem Rumpf nicht. Nach einem halben Jahr haben sich wunderschöne Seeanemonen festgesetzt, die wegen des Kupferanteils jetzt noch leicht mit einer normalen Decksbürste abzuschuppen sind. Leider brennen sie auf der Haut wie Brenneseln , und sie versuchen sich sofort wieder auf dem Rumpf festzuhalten. Nach kurzer Zeit war ich von einem großen Fischschwarm umringt, die sich über reichlich Nahrung freuten. Monika hatte schon zu meiner Bewunderung die Toilettenpumpen auseinander geschraubt und gereinigt bzw die Dichtungen mit Silikonfett eingeschmiert, damit sie beim Pumpen nicht mehr so quietschen. Jetzt gehen sie butterweich, Der allgemeine Tipp, etwas Speiseöl ins Klo zu schützen half immer nur für kurze Zeit. Und wo wir schon mal dran waren, wurden auch noch die Filter vom Wassermacher erneuert. Nach einem halben Jahr war das jetzt nötig, weil das Wasser in der Lagune von Le Marin ziemlich trüb war, verglichen
mit der Bucht jetzt, wo man wieder wie in Kroatien 20 m tief den Grund sehen kann.
Also zu arbeiten gibt es auch im Paradies genug. Es ist seltsam, dass man zum Glück auch etwas zu tun braucht. Das war mir vorher nicht so klar ;-)
Ich warte ja noch darauf , dass mir der blaue Himmel und der üppige Regenwald langweilig wird. In Le Marin hatten wir jetzt schon so viele Kontakte und fast "Stress" mit Terminen, wann bei wem und all die Geschichten, dass es fast zu normal wurde, wie in einem. Dorf. Es wurde Zeit dass wir uns davon befreiten. Das ist der Vorteil zu einem (Ferien)haus, wo man sich die Nachbarn nicht aussuchen kann. Allerdings sind nette Kontakte dann auch plötzlich wieder weg. Wir stellen beide fest, dass wir immer gern schnell Fuß fassen und Kontakt finden wenn wir an Land sind. Das ist wohl angelegt in uns und daher sind wir auch nicht zufrieden mit einem Leben ausschließlich AUF dem Wasser.