Von der Schärfe der GoPro Fotos unter Wasser bin ich etwas enttäuscht, auch wenn ich die (nicht für den Blog verkleinerten) Original-Bilder betrachte. Umso mehr begeistern uns die Korallenbänke, Köpfe, Geweihe und Tische in Natura. Heute waren wir wieder über eine Stunde "spazieren" im Unterwassergarten direkt am Schiff. Auf die BVIs möchten wir gern noch mal mit Crews hin, die aus Tauchern, Schnorchlern, Seglern und Kayakfahrern bestehen. Das ist für jede Interessenslage fantastisch. Auch die Schnorchler können schon so unglaublich viel sehen. Wir machen seit Wochen Kreuzchen im Fischbestimmungsbuch, was wir alles entdeckt haben. Es lässt sich alles so ideal kombinieren. Denn mal ehrlich: Wer hat denn Lust, im Urlaub 1-2 Tauchgänge am Tag zu machen und ansonsten herumzuhängen in der Tauchbasis, Dekompressionszeiten abwarten etc. Ist es nicht interessanter, zum nächsten tollen Tauchgrund (oder wenns sein muss auch Wrack für die Flaschentaucher) zu segeln, am Tauchrevier zu übernachten, in der Abendsonne noch ne Runde Kajak fahren. Gibt es eine idealere Abenteuerurlaub-Kombination, gerade auch für Familien, wo jeder etwas anderes möchte? Ich glaub, wir müssen uns im kommenden Herbst mal ganz genau überlegen, wie wir diese Idee weiterbringen können.
Montag, 22. April 2013
Samstag, 20. April 2013
Lever-Rick Ade
Da liegt die Grand Cru mitten in der Bucht und wir haben uns gestern Abend im Jumbies von Rick verabschiedet - Auf Wiedersehen in Nova Scotia. Die Musik war leider nicht live, umso lebendiger die Stelzentänzer, die unglaubliche Dinge in der schwindelerregenden Höhe vollbracht haben und mitten in der tanzenden Menge herum gelaufen sind. Man konnte gar nicht anders, als durch ihre Beine entwischen, was sie oft "da unten" gar nicht sahen. Als sie mit ihrer Tanzeinlage fertig waren, schauten sie meiner crazy Copilotin beim Tanz-Improvisieren mit Rick zu - und es dauerte nicht lange, bis die beiden Drinks von den Zuschauern spendiert bekamen. Als die Kommentare der Tänzer, they are amazing, the best dancers we ever had here etc etc zunahmen, hab ich mich mal zu den schwarzen Locals an den Tresen gesetzt und auch ihnen bei ihren komplett anders"artigen" Tänzen zugeschaut. Es ist eigentlich kein Tanzen mehr, sondern öffentlich vollzogene Kopulation, aus allen Richtungen, aber noch bekleidet. Manche Frauen reiben hemmungslos ihren Allerwertesten an allem was "rumsteht" und zur "Not" an Kokuspalmen. Herrlich, diese "Let it Go" Atmosphäre.
Freitag, 19. April 2013
Back to Jumbies
Auf der Flucht vor zuletzt 28 Knoten Wind haben wir uns ins letzte Eckchen noch zwischen Bojenfeld und Küste direkt vor das Leverick Resort gelegt. Dann müssen wir heute Abend zur Karibischen Musik mit den Jumbies nicht so weit mit dem Dingi fahren. Bei der Welle ist man dann naemlich klatsch nass. Das waren wir auch nach einem kleinen Spaziergang soeben auf die Berge, aber diesmal wegen der Hitze. Aber der "Landduft" der blühenden Sträucher war es wert.
So, nun lad ich mal hoch, habe hier gerade mal Netz.
So, nun lad ich mal hoch, habe hier gerade mal Netz.
![]() |
| an der linken Ecke des weissen Daches in der Bildmitte liegen wir |
![]() |
| Und das ist Moskito Island und rechts daneben das Riff der Sir F. Drake Anchorage, wo wir auch mit Corinna und Flo gelegen haben |
Donnerstag, 18. April 2013
Der Golfstrom
| aktueller Verlauf des Golfstroms (das links unten im Bild beginnende "Band") südlich von Nova Scotia, täglich upgedated hier..... |
Auf unserer bevorstehenden Passage nach Canada abseits der
Blauwassersegler-Barfußroute in den rauheren, unbeständigeren Norden
haben wir vor allem eine Hürde zu nehmen: den Golfstrom.
Der "gulf stream" ist eine warme, rasch fließende Meeresströmung im Atlantik nördlich der Bermudas. Er ist Teil eines globalen maritimen Strömungssystems, des globalen Förderbands. In Richtung Europa wird der Golfstrom zum Nordatlantikstrom. Er ist Teil der westlichen Randströmung und beeinflusst das Klima in Nordeuropa.
Der "gulf stream" ist eine warme, rasch fließende Meeresströmung im Atlantik nördlich der Bermudas. Er ist Teil eines globalen maritimen Strömungssystems, des globalen Förderbands. In Richtung Europa wird der Golfstrom zum Nordatlantikstrom. Er ist Teil der westlichen Randströmung und beeinflusst das Klima in Nordeuropa.
Je
nachdem, wo wir den Golfstrom kreuzen und unter Umständen gleichzeitig eine Kaltfront
erwischen, beeinflusst das unseren Törn erheblich.
Spezialisten sagen, dass Segel-Rallys von USA Richtung Osten allein dadurch zu gewinnen sind, dass man diesen Golfstrom richtig quert, u.U. auch an anderer Stelle, als auf dem direkten Weg. Es gibt in den USA kommerzielle Anbieter, die individuell für 40 USD pro Chart den tagesgenauen Verlauf versenden oder persönliche Törnberatung machen.
Ich lade mir die u.g. Karten als Overlay auf Google Earth, wo auch unsere reale Position eingetragen ist, und sehe dann, wann wir "hineinsegeln". Abgesehen davon merkt man es auch am Temperatursturz des Wassers, zumindest beim Rausfahren in den Nordatlantik ist es u.U. 15 Grad kälter..
Spezialisten sagen, dass Segel-Rallys von USA Richtung Osten allein dadurch zu gewinnen sind, dass man diesen Golfstrom richtig quert, u.U. auch an anderer Stelle, als auf dem direkten Weg. Es gibt in den USA kommerzielle Anbieter, die individuell für 40 USD pro Chart den tagesgenauen Verlauf versenden oder persönliche Törnberatung machen.
Ich lade mir die u.g. Karten als Overlay auf Google Earth, wo auch unsere reale Position eingetragen ist, und sehe dann, wann wir "hineinsegeln". Abgesehen davon merkt man es auch am Temperatursturz des Wassers, zumindest beim Rausfahren in den Nordatlantik ist es u.U. 15 Grad kälter..
Der Golfstrom befördert etwa 30∙106 m³ Wasser pro Sekunde am Floridastrom, bei einer Geschwindigkeit von 1,8 m/s, und bis zu maximal 1,5 ∙ 108 Kubikmeter Wasser (150 Sv) bei 55° West[1]. Das ist mehr als einhundertmal so viel Wasser, wie über alle Flüsse der Welt zusammen ins Meer fließt. Er transportiert etwa 1,5 Petawatt[2] Leistung. Dies entspricht der Nutzleistung von ungefähr zwei Millionen modernen großen Kernkraftwerken.
| oben: Newport to Bermuda, gesamter Verlauf bei Passageweather hier..... |
| Der gesamte Atlantik 48 Std. Vorhersage hier... |
Virgin Gorda: Eustatia Sound - mehr Einsamkeit brauchen wir nicht
Gestern haben wir uns in das Korallengebiet um den Eustatia Sound gewagt, weil wir hier fast allein sind. Da sind nicht mal mehr im Flachwasser Katamarane zu sehen. Dabei muss man einfach sehr vorsichtig und bei guter Sicht (Mittagssonne) durch die Corallenbänke hindurch navigieren. Das ist bei wenigen Metern Wasser unter dem Kiel nicht ganz so einfach, wie es auf der Luftaufnahme zu sein scheint, aber es geht, und wir wurden belohnt mit einem kilometer langen Sandstrand nur für uns allein.(siehe 180°Panoramabild von Prickly Pear bis Eustatia Island). Es war zudem wohltuend, dass nachmittags dann einige Wolken die Sonne verdeckten und die Augen sich mal fast erholen konnten, von dem vielen oft gleißenden Licht. Die Stimmung von dem "grauen" Bild machte mir zwar erst mal etwas zu schaffen, weil es mich an so viele Nordsee- oder Hollandeindrücke erinnerte, aber ich habe dann dank Monika die Pastelltöne im Grau entdeckt, das zarte Olivgrün und Kupferrot (hier gab es Kupferabbau), auf das meine Augen ansonsten nicht so anspringen. Heute Nacht fegte dann ein Squall nach dem anderen über uns hinweg, das Schiff ist wieder "entsalzt", die Scheiben klar, aber wir hatten die Nacht trotz der Riffe = Wellenbrecher um uns herum ziemlich Rock `n Roll, es war fast so wie unter Segeln, aber der Anker hielt im Sandgrund ausgezeichnet. Ja, man kann wieder nicht alles haben: Einsamkeit, Wind (zum Abkühlen) und eine windstille Bucht ohne Wellen, und bitte ohne Mücken. 23-25 Knoten am Ankerplatz sind ein bisschen viel zum ruhigen Schlafen, aber gut zum Gewöhnen an den bevorstehenden Hochseetörn. Trotzdem schauen wir mal, ob wir noch eine etwas weniger offene Bucht finden. So langsam kennen wir die BVIs wie unsere Hosentaschen (ähm, welche Hosen ?), und das nahende Ende drückt ein wenig auf die Stimmung. Es ist nicht mehr steigerbar... Was nun kommt, ist komplett anders. Gestern hat Rick sein Schiff für uns "entflaggt", uns seine Flaggen von Kanada und Nova Scotia mit auf den Weg dorthin gegeben. Wir haben nun beide unter der Backbordsaling und fühlen uns damit schon kanadischer.
Ich beschäftige mich seit Tagen mit dem Phänomen Golfstrom, den wir auf dem Weg nach Kanada durchqueren müssen. Er hat eine Strömung von bis zu 10 km/h, ist sehr warm, und dahinter gibt es einen Wassertemperatur-Sturz von fast 15 Grad. Wenn an dieser Stelle noch eine Kaltfront von USA eintrifft, wird es ungemütlich. Naja, wenn es interessiert, kann ich dazu mal einen extra Blog schreiben. Wichtig ist, dass der Golfstrom sich sehr stark verändert. Er ist nicht mit Gribfiles erkennbar. Wir müssen via Satelliten-Download Sea Surface Temperature Karten laden, auf denen er sichtbar ist.
Soviel zum Thema "im Jetzt leben". Die Gedanken sind doch immer mit Planung und Zukunft beschäftigt. Beim Segeln fast mehr als in vielen anderen Bereichen. An diese Unruhe, auch das permanente "Bewegtsein" wie heute nacht wieder, werde ich mich hoffentlich erinnern, wenn es mir irgendwann an Land mal wieder zu eintönig wird....
So, nun schnorchle ich noch etwas im Prickly Pear Riff und gegen Mittag suchen wir mal eine ruhigere Bucht.
Ich beschäftige mich seit Tagen mit dem Phänomen Golfstrom, den wir auf dem Weg nach Kanada durchqueren müssen. Er hat eine Strömung von bis zu 10 km/h, ist sehr warm, und dahinter gibt es einen Wassertemperatur-Sturz von fast 15 Grad. Wenn an dieser Stelle noch eine Kaltfront von USA eintrifft, wird es ungemütlich. Naja, wenn es interessiert, kann ich dazu mal einen extra Blog schreiben. Wichtig ist, dass der Golfstrom sich sehr stark verändert. Er ist nicht mit Gribfiles erkennbar. Wir müssen via Satelliten-Download Sea Surface Temperature Karten laden, auf denen er sichtbar ist.
Soviel zum Thema "im Jetzt leben". Die Gedanken sind doch immer mit Planung und Zukunft beschäftigt. Beim Segeln fast mehr als in vielen anderen Bereichen. An diese Unruhe, auch das permanente "Bewegtsein" wie heute nacht wieder, werde ich mich hoffentlich erinnern, wenn es mir irgendwann an Land mal wieder zu eintönig wird....
So, nun schnorchle ich noch etwas im Prickly Pear Riff und gegen Mittag suchen wir mal eine ruhigere Bucht.
![]() |
| stark vergroesserbar |
Dienstag, 16. April 2013
Zufälle?
Die vergangenen Tage standen alle im Zusammenhang mit unseren Freunden aus Nova Scotia. Mit einem bewegenden Abend auf Liza haben wir
Louise verabschiedet und ins Herz geschlossen, bis wir uns in NS
wiedersehen. Ich hatte nie geglaubt, dass wir uns zu viert in unserer
Fremdsprache Englisch so tiefgehend unterhalten könen. Die beiden sind
ca. 15 Jahre älter als wir, haben ebenfalls ein gemeinsames Leben auf
dem Schiff erlebt, wenn auch in kürzeren Abschnitten. Rick und Louise sind auch Familienmenschen, und das zusammen zu bringen, ist gar
nicht einfach, zumal die seglerischen Ambitionen bei den beiden sehr
unterschiedlich ausgeprägt sind. Ich habe so viel Glück mit meiner
Copilotin, die gern auch längere Strecken segelt. Nachdem Rick dann allein war,
haben wir ihm geholfen, sein Schiff nach Virgin Gorda zu verholen, wo es
für die Hurricane Saison über dann an Land soll. Zum ersten Mal ist
Monika deshalb nicht bei mir auf Liza, sondern bei Rick an Bord
mitgesegelt, und ich allein auf Liza. Das war für alle ein Abenteuer,
zumal auf "Grand Cru" plötzlich der Motor ausfiel. Es war am Ende ein
Problem der Tankverbindung/Entlüftung, aber der Schrecken saß, und wir
haben alle gut Ruhe bewahrt, Abschleppmanöver vorbereitet wegen
drohender Abdrift Richtung Land, letzlich notgeankert unter Fock vor dem
Riff. Rick war so froh, dass ihm das nicht mit seiner Frau passiert
ist, sondern Monika ihm in aller Ruhe assistieren konnte. Nach diesem
Schrecken sind wir noch knapp 30 Meilen gekreuzt und erreichten gerade
bei Eintritt der Dunkelheit die vertraute Sir Francis Drake Anchorage
auf Virgin Gorda. Heute hat Rick uns dann zu einem Musiker-Freund im
Leverick bzw. Jumbies Bar mit seiner Einmann-Piraten-Musikshow "Happy
Arrrr" eingeladen. Die beiden werden im nächsten
Sommer gemeinsam in Nova Scotia auftreten. Rick hatte ihm von uns schon
erzählt, und wir waren total gerührt und überrascht, dass dieser Freund
Michael A. Gardner für uns ein Lied uraufführte, dass er vor Jahren
geschrieben hat. Es handelt von der in Nova Scotia in Lunenburg gebauten
Bluenose I , einst der schnellste Schoner der Welt und ganze Stolz der
Kanadier, abgedruckt auf den 50-Cent Briefmarken, 10 Cent Münzen, auf
den Nummernschildern der Autos, wurde von Dampfschiffen abgelöst und
lief am 28.1.1946 mit Bananen beladen auf ein Riff vor Haiti . Michael
ist Amerikaner, segelte über 30 Jahre durch die Welt, spielt seit Jahren
drei mal pro Woche in der Leverick Bay, rief ein Schulprojekt für Kinder in Haiti ins Leben, wo er von der Geschichte der Bluenose erfuhr. Er lies die Möbel aus Schiffswracks von den Menschen auf
Haiti restaurieren , um den Erlös dieser einzigartigen Handarbeit in
sein Schulprojekt zu stecken und so den von Hurricanes getroffenen
Insulanern zurück zu geben.
Ja, und heute war der Tag, an dem er sein Bluenose-Lied zum Besten gab, angeregt durch Rick, der ihn nach Nova Scotia auf die Bühnen holen möchte. Wir werden uns dort wiedersehen und hören. Morgen spielt Rick in Michaels Show einfach zum Spass Bongos mit. Monika und ich wollen noch den Eustatia Sound aufsuchen und Deep Bay, von der uns eine australische Skipperin vorschwärmte. Am Freitag gibt es noch eine Show mit Stelzentänzern und ur-karibischer Musik, wo wir uns dann wohl von Rick verabschieden. Er kann wegen unveränderbarerTermine nicht mitsegeln auf die Bermudas, aber vielleicht von dort mit nach Nova Scotia.
Ja, und heute war der Tag, an dem er sein Bluenose-Lied zum Besten gab, angeregt durch Rick, der ihn nach Nova Scotia auf die Bühnen holen möchte. Wir werden uns dort wiedersehen und hören. Morgen spielt Rick in Michaels Show einfach zum Spass Bongos mit. Monika und ich wollen noch den Eustatia Sound aufsuchen und Deep Bay, von der uns eine australische Skipperin vorschwärmte. Am Freitag gibt es noch eine Show mit Stelzentänzern und ur-karibischer Musik, wo wir uns dann wohl von Rick verabschieden. Er kann wegen unveränderbarerTermine nicht mitsegeln auf die Bermudas, aber vielleicht von dort mit nach Nova Scotia.
Samstag, 13. April 2013
Norman Island, Benures Bay
Wenn man abseits der in den Führern gelobten Buchten und Restaurants ankert, ist die Karibik wirklich alles andere als überfüllt. Solche traumhaften Ankerplätze wären z.B. in Kroatien in der Hauptsaison mit etwa hundert Schiffen gefüllt. Oder es gäbe da ein zahlungspflichtiges Bojenfeld. Hier ankern wir frei und können wieder neue Fische bestaunen. Die Riffe sind so abwechslungsreich. Diesmal haben wir einen ganzen Schwarm von Atlantik-Tarpunen direkt unter dem Schiff beobachtet. Sie sind 60-120 cm groß. Film dazu siehe unten. Wir haben den Sky-Chair, eine Art Hängematte, zwischen den Rümpfen aufgehängt, weil es dort so schön kühl ist. War richtig spannend, wenn der Barrakuda direkt neben mit großen Augen beobachtet. Konnte die GoPro mit einem kleinen Stiehl neben mir ins Wasser halten.
Wir wissen gar nicht mehr, ob wir hier noch wieder weg wollen, ob wir uns die USVI St. John noch anschauen wollen. Dort ist alles reglementiert, selbst die ein zwei Stellen, wo man mit dem DIngi in den Buchten an Land darf, sind festgelegt. Zwei Drittel Naturpark, überall Gebühren und Bojen.. Aber es soll die grünste Insel sein. Mal schauen, ob wir uns der Einwanderungsprozedur noch unterwerfen. Es wird übrigens heißer (tagsüber 32 Grad), der Sommer naht auch hier, nachts regnet es meistens. Manchmal freuen wir uns schon auf die kühleren Temperaturen in Nova Scotia. Oder wir motivieren uns zumindest damit.....
Vielleicht haben wir nächstes Jahr so viele Interessenten und Gäste, dass wir unsere LIZA wieder hier her bringen. Vielleicht finden sich dann auch Segelbegeisterte, die den Törn Kanada-Bermudas-Karibik mitmachen. Ich will nicht weiter in die Zukunft planen, aber ein Schiff ist nun mal kein Auto, das man überall in die Garage fahren oder auf den Parkplatz stellen kann. Es ist ein komplexes Haus auf dem Wasser, das nicht so einfach überwintert werden kann.
Wir treffen auch immer mehr Segler, die ihre Schiffe problemlos in der Karibik "übersommern", aber unsere LIZA allein in der Karibik lassen?? Nein, wir werden den Törn über die Bermudas machen. Das ist immer klarer. Und wo wir LIZA in Canada bzw. im nächsten Winter lassen, werden wir schon sehen. Step by step...
Nun sind wir noch mal kurz in die Fathogs Bay gesegelt (16 Meilen in 1,5 Std. gegen den Wind) , Müll entsorgen, einkaufen, und vor allem von Louise aus Chester/NS verabschieden, die wieder von Bord der Grand Cru IV geht und Rick bleibt hier.
Wir wissen gar nicht mehr, ob wir hier noch wieder weg wollen, ob wir uns die USVI St. John noch anschauen wollen. Dort ist alles reglementiert, selbst die ein zwei Stellen, wo man mit dem DIngi in den Buchten an Land darf, sind festgelegt. Zwei Drittel Naturpark, überall Gebühren und Bojen.. Aber es soll die grünste Insel sein. Mal schauen, ob wir uns der Einwanderungsprozedur noch unterwerfen. Es wird übrigens heißer (tagsüber 32 Grad), der Sommer naht auch hier, nachts regnet es meistens. Manchmal freuen wir uns schon auf die kühleren Temperaturen in Nova Scotia. Oder wir motivieren uns zumindest damit.....
Vielleicht haben wir nächstes Jahr so viele Interessenten und Gäste, dass wir unsere LIZA wieder hier her bringen. Vielleicht finden sich dann auch Segelbegeisterte, die den Törn Kanada-Bermudas-Karibik mitmachen. Ich will nicht weiter in die Zukunft planen, aber ein Schiff ist nun mal kein Auto, das man überall in die Garage fahren oder auf den Parkplatz stellen kann. Es ist ein komplexes Haus auf dem Wasser, das nicht so einfach überwintert werden kann.
Wir treffen auch immer mehr Segler, die ihre Schiffe problemlos in der Karibik "übersommern", aber unsere LIZA allein in der Karibik lassen?? Nein, wir werden den Törn über die Bermudas machen. Das ist immer klarer. Und wo wir LIZA in Canada bzw. im nächsten Winter lassen, werden wir schon sehen. Step by step...
Nun sind wir noch mal kurz in die Fathogs Bay gesegelt (16 Meilen in 1,5 Std. gegen den Wind) , Müll entsorgen, einkaufen, und vor allem von Louise aus Chester/NS verabschieden, die wieder von Bord der Grand Cru IV geht und Rick bleibt hier.
Mittwoch, 10. April 2013
Heute ist morgen schon gestern
Wie lange könnte ich dieses Leben so aushalten? Nichts passiert außer dem was wir tun, geniessen oder denken und nicht denken. Niemand anerkennt unsere "Arbeit", kein Chef oder Kunde lobt uns. Was wir nicht bewusst erleben, ist für immer nicht gelebt. Monika hat mir die Augen dafür geöffnet: Wenn ich das Paradies festhalten will, indem ich es z. B. fotografiere für spätere Erinnerungen, lebe ich in der Zukunft , wenn ich mir die Bilder anschaue , sind sie Vergangenheit. Das vertreibt mich jetzt aus dem Paradies genauso wie das (be)schreiben. Ich bin jetzt mitten drin und kann es nicht fassen. Bin froh, dass wir es zu zweit wahr nehmen, Freude über Gesehenes teilen, aber aufnehmen kann ich es nur ganz allein und jetzt. Fast will ich flüchten in das bunte Treiben einer Stadt, brauche nur den Anker aus seinem sicheren Grund zu brechen, mich der Pflicht entziehen, mich jetzt hier mitten drin damit auseinander zu setzen, was ist und was ich fühle.
Ich will nicht mehr nach Worten suchen, habe zum ersten Mal wieder Sehnsucht danach, das JETZT in Tönen, in Lieder ohne Worte, in Musik sprechen zu lassen. Was wäre, wenn ich jetzt hier meine Viola singen lassen würde, der Widerhall von den Felsen die Vögel, die Stille unterbricht, und wahrscheinlich die paar Langfahrtsegler stört, die im Gegensatz zu den Chartercrews keine Dauer-Musik an Bord laufen haben. Es ist seit Tagen kein Charterschiff hier, weil das Ankern mit Landleinen an den Riffs zu tricky ist.
"Meine" Musik gehört in den Konzertsaal - schade. Der Instrumentenlack würde schmelzen und mir wäre es auch zu heiß.
Alles hat seine Zeit und ich weiß, dass mein Landleben wieder kommen wird. Wenn man alles auf einmal will, ist das der sichere Weg ins Unglück. Ich bin froh und dankbar, dass ich jetzt hier sein kann, Zeit habe und nicht nur eine oder zwei Wochen Charter und dann wieder ab in die Firma muss. Alles hat seinen Preis, auch das Paradies. Und doch kann man es nicht kaufen. Die Insel hier ist (wie mein Vater schrieb) wohl zu kaufen, aber niemand kann mich daran hindern, hier meinen Anker in den Sandgrund einzugraben und erst wieder zu lichten, wenn das Paradies von Hurricanes heimgesucht wird, heftige Regen über die Inseln herfallen und das andere Gesicht hervor tritt. Wir werden immer wieder aus dem Paradies vertrieben. Ich will nicht traurig darüber sein, dass wir in wenigen Wochen aufbrechen müssen. Ich habe noch keine Lust auf die Bermudas. Auch wenn sie eine reizvolle Mischung aus britischen, mediterranen und karibischen Elementen sein sollen.
Noch bin ich hier, mag nicht planen, lass mir den jetzt angenehmen kühleren Abendwind um die Nase wehen und denke NICHTS. Punkt
Ich will nicht mehr nach Worten suchen, habe zum ersten Mal wieder Sehnsucht danach, das JETZT in Tönen, in Lieder ohne Worte, in Musik sprechen zu lassen. Was wäre, wenn ich jetzt hier meine Viola singen lassen würde, der Widerhall von den Felsen die Vögel, die Stille unterbricht, und wahrscheinlich die paar Langfahrtsegler stört, die im Gegensatz zu den Chartercrews keine Dauer-Musik an Bord laufen haben. Es ist seit Tagen kein Charterschiff hier, weil das Ankern mit Landleinen an den Riffs zu tricky ist.
"Meine" Musik gehört in den Konzertsaal - schade. Der Instrumentenlack würde schmelzen und mir wäre es auch zu heiß.
Alles hat seine Zeit und ich weiß, dass mein Landleben wieder kommen wird. Wenn man alles auf einmal will, ist das der sichere Weg ins Unglück. Ich bin froh und dankbar, dass ich jetzt hier sein kann, Zeit habe und nicht nur eine oder zwei Wochen Charter und dann wieder ab in die Firma muss. Alles hat seinen Preis, auch das Paradies. Und doch kann man es nicht kaufen. Die Insel hier ist (wie mein Vater schrieb) wohl zu kaufen, aber niemand kann mich daran hindern, hier meinen Anker in den Sandgrund einzugraben und erst wieder zu lichten, wenn das Paradies von Hurricanes heimgesucht wird, heftige Regen über die Inseln herfallen und das andere Gesicht hervor tritt. Wir werden immer wieder aus dem Paradies vertrieben. Ich will nicht traurig darüber sein, dass wir in wenigen Wochen aufbrechen müssen. Ich habe noch keine Lust auf die Bermudas. Auch wenn sie eine reizvolle Mischung aus britischen, mediterranen und karibischen Elementen sein sollen.
Noch bin ich hier, mag nicht planen, lass mir den jetzt angenehmen kühleren Abendwind um die Nase wehen und denke NICHTS. Punkt
Montag, 8. April 2013
Welcome to Paradise
sagen die Einheimischen gern, und es ist wahr! Es lässt sich weder in Worte noch in Bilder fassen, zumal ich gerade nur kleine iPhone Fotos in den Blog senden kann. Da ich oft genug von den Strapazen und dem stürmischen Weg hierher berichtet habe, möchte ich einfach nur sagen, dass wir im Paradies angenommen sind. In der Morgensonne springen die Fische zu Hunderten, wie auf dem ersten Bild zu sehen ist (Blauflossen-Tunfische bei der Jagd) und man kann beim Frühstück vom Schiff aus das Treiben im Riff beobachten. (Gerade kommt der Barakuda vorbei) Ich weiß , dass es nicht ewig so bleiben kann, aber jetzt und hier kann ich es endlos genießen. Man hat so viel Zeit, wenn man keine Zeitung schon zum Frühstück liest, keine Tagesschau sieht, und Fernsehen sowieso nicht. Von den Klauen der Medien des Staates befreit, mit denen er bestimmt, wohin wir schauen sollen und was wir glauben sollen, worüber sich seine Bürger unterhalten sollen. Wenn ich mittendrin bin , merke ich das nicht, aber aus der Ferne angesichts dieses Paradieses erscheint es fast absurd, wie das Leben mit den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen vertan wird, mit Shopping, Klamotten, Statussymbolen etc. , um die Wirtschaft in Schwung zu halten. Ich hab ja auch kein anderes , besseres Konzept, bin nur nicht überzeugt, dass es so weiter geht. So viele Menschen sind längst in die innere Immigration gegangen und entziehen dem Staat wo es nur geht. Aber sie bleiben Gefangene des Materialismus. Man kann mit so viel weniger auskommen und sich nicht gegenseitig diesen ganzen Wohlstand vormachen, der oft genug noch mit Darlehen finanziert wird. Ich habe auch lange solche Gedanken als Aussteigergeschwätz abgetan, wie soll das denn gehen, und was ist wenn jeder so denken würde. Man muss selbst darauf kommen, sich selbst befreien, den Mut aufbringen, es ohne Korsett oder Krücken des sozialen Netzes zu versuchen. Die Arbeit finden, die man gern tut.
Ich werde wieder hierhin zu den Virgin Islands zurück kommen und die paar jungfräulich gebliebenen Paradiese mit Menschen teilen, die auf Marinas, Bars und Shopping sowie auf Luxus an Bord eine Weile verzichten können und stattdessen die Unabhängigkeit von Strom und Wasser auf LIZA zu schätzen wissen. Bei uns brummt nicht der Generator die ganze Nacht wie auf den meisten größeren Schiffen. Und trotzdem haben wir Solarstrom und genug Wasser aus dem Meer, wenn man bewusst damit umgeht. Dieses Konzept der Beschränkung auf das Wesentliche möchte ich weiter verfolgen und jedem zeigen, der Sinn dafür hat.
Ich werde wieder hierhin zu den Virgin Islands zurück kommen und die paar jungfräulich gebliebenen Paradiese mit Menschen teilen, die auf Marinas, Bars und Shopping sowie auf Luxus an Bord eine Weile verzichten können und stattdessen die Unabhängigkeit von Strom und Wasser auf LIZA zu schätzen wissen. Bei uns brummt nicht der Generator die ganze Nacht wie auf den meisten größeren Schiffen. Und trotzdem haben wir Solarstrom und genug Wasser aus dem Meer, wenn man bewusst damit umgeht. Dieses Konzept der Beschränkung auf das Wesentliche möchte ich weiter verfolgen und jedem zeigen, der Sinn dafür hat.
Sonntag, 7. April 2013
Sonntag Morgen
Nachdem heute Nacht ein heftiger Regen über uns hinweg prasselte ist nicht nur das Schiff sauber sondern auch die Welt hier in der kleinen Bucht. Die Vögel zwitschern noch vergnügter und es hallt von den Felsen zurück wie in der Kirche. Die Bäume duften nach dem Regen würzig, harzig wie Weihrauch. Die Eisvögel und Kingfischer jagen schon seit Sonnenaufgang, geben den Ton an, können aber den leisen Ruf einer kleinen Ziege und das Gurren der kleinen grünen Wildtauben nicht ganz überdecken. Dies alles erinnert an manche Morgen zu Hause. Heimat ist dort wo deine Kinder und Freunde sind, aber auch wo man länger war und Wurzeln geschlagen hat. Auf dem Schiff ist das eine seltsame Vorstellung mit den Wurzeln (durch den Rumpf). Es gibt dort keine Heimat, auch nicht in den lauten Häfen. Hier, in der stillen Naturbucht, geschützt vor Wind und Welle, vielleicht noch am ehesten. Auf Dauer sehnt sich jeder nach Land. Wir sind froh und dankbar, dass wir unsere Heimat, Kinder und Freunde haben. Das wird immer dann bewusst, wenn man mal zur Ruhe kommt, außen nichts Neues erlebt. Und wenn unbekannte Makler oder Privatpersonen uns diese Heimat wegnehmen wollen, beim Wandern in der Nähe unseres Hauses bemerken, dass es zeitweise unbewohnt ist, weil kein Auto davor steht, und uns ganz frech fragen, ob wir verkaufen (müssen). Nein, das wollen wir nicht. Die Menschen warten manchmal darauf, dass (anderen) etwas passiert, was ihr eigenes Leben verändert , und wenn es dann passiert nennen sie es ihr Schicksal oder Fügung. Des einen Leid ist des anderen Freud.
Wir machen uns heute Morgen keine Gedanken, schauen in das glasklare Wasser über 15m bis auf den Grund. Unsere Hausschildkröte hat uns schon begrüsst und der Barrakuda steht wie immer unter dem Schiff und wartet auf einen Moment Unaufmerksamkeit des Fischschwarms, der ebenfalls unter der LIZA Schutz sucht vor den Pelikanen, die morgens besonders hungrig sind.
Ich lege mich aufs Netz und danke dem Himmel, das die Sonne wieder scheint, unsere Batterien füllt und wir genug Müsli und H-Milch in St. Martin eingekauft haben....
Wir machen uns heute Morgen keine Gedanken, schauen in das glasklare Wasser über 15m bis auf den Grund. Unsere Hausschildkröte hat uns schon begrüsst und der Barrakuda steht wie immer unter dem Schiff und wartet auf einen Moment Unaufmerksamkeit des Fischschwarms, der ebenfalls unter der LIZA Schutz sucht vor den Pelikanen, die morgens besonders hungrig sind.
Ich lege mich aufs Netz und danke dem Himmel, das die Sonne wieder scheint, unsere Batterien füllt und wir genug Müsli und H-Milch in St. Martin eingekauft haben....
Samstag, 6. April 2013
Frieden
Wir sind nach einer Nacht ganz allein in der Salt Pont Bay auf Salt Island wegen starkem Schwell nach Cooper Island in die Manchioneel Bay gefahren, weil es dort im Beach Club ausgezeichnete Indische Küche gibt. Die Currytaschen schmeckten nach dem Tauchen am Cister Point richtig gut. Ansonsten waren uns die Menschen wieder zu viel und die Bojen zu teuer (30 USD). Deshalb sind wir nach Peter Island in die Naturbucht Little Harbour (ohne Mooringbojen) gesegelt. Den selben Platz direkt an der Felswand mit Kakteen bewachsen (siehe Bild) und kleinem Riff hatten wir mit Corinna und Flo schon genossen, und dort werden wir jetzt eine Weile richtig faul und absolut ruhig liegen bleiben, tauchen, Kajak fahren (siehe Sonnenuntergangsbild), lesen, dem tropischen Vogelgezwitscher lauschen etc. Einfach leben an Bord. Ich habe hier meinen Frieden gefunden. Kein Internet (nur ein paar MB auf dem iPhone für Blog und Wetterdaten), kein Planen, wann wo wie ankern... Wir haben in Spanish Town übrigens unser Visum verlängert, haben dafür das Immigration Office in der Stadt aufsuchen müssen. Nach einigem Fragen und Computer checken, ob wir mit LIZA schon unangenehm aufgefallen sind (z.B. in Seegrasfeldern ankern) haben wir noch mal 4 Wochen genehmigt bekommen. Wir wollen einfach mal nichts neues mehr aufnehmen, sondern die ca. 4 Wochen bis zur Überfahrt zu den Bermudas "nur" in der Karibik leben, vergessen welcher Wochentag gerade ist, leer sein, abschalten. Das Klima ist sehr angenehm, das Wasser mit 27 Grad so "frisch" dass man sich nach dem Schnorcheln gern in der Sonne wieder aufwärmt. Nur zum Wandern ist es uns zu warm. Es gibt aber hier auf den privaten Inseln auch nicht so viel Gelegenheit dazu. Das ist in den Nationalparks der US Virgin Islands dann noch mal anders, speziell auf St. John. Schaun wir mal... Wenn wir Lust auf Meer haben
Dienstag, 2. April 2013
Freundschaft
| Rick & Louise |
Wir haben uns ja nur wegen unserer Ruder-/Motorprobleme in St. Martin kennengelernt. Seltsamer Zufall, oder gut dass wir diese Krise hatten..
Montag, 1. April 2013
Hafenleben
Da die beiden letzen Tage ziemlich verregnet waren, und wir bei nur 27-28 Grad mal im T-Shirt ohne Schwitzen arbeiten konnten, haben wir einiges erledigt wie Putzen, aufräumen und ferner was nur mit gutem Internet in Hafen-Nähe geht, z.B. Lohnsteuer in Deutschland.
Monika hat als "Belohnung" wunderbare, leckere Pfannkuchen gemacht, die besten meines Lebens mit 74% local RUM. Den können sie hier wirklich in der Karibik super lecker herstellen und dazu für AGED RUM, also alten, sehr preiswert (6,- Euro pro Flasche). Dazu dann sugar cane, und frisch gepressten Apfelsinensaft. MMMM.
Wenn man mal den ganzen Tag mit Skype online ist, kommen dazu noch einige Anrufe, also mal wieder ein Communication Day. So auch lange mit unserem Sohn, und auch live mit alten und neuen Freunden an den Stegen von Penns Landing, einer kleinen, nette, sauberen Marina (von einem deutschen Walter betrieben), die ausnahmsweise als hurricane hole anerkannt und demzufolge sicher ist. Wir haben die 3 stürmischen Tage hier "ausgesessen", sind mit unseren kanadischen Freunden Rick & Louise aus Nova Scotia sowie einigen weiteren amerikanischen Seglern zum Easter Egg Breakfast gefahren. Rick hat hier am Steg viele Jahre auf seinem Schiff gelebt, als "snowbird" den kanadischen Wintern entflohen, und kennt hier Gott und die Welt. Kein Problem für ihn, in ein paar Minuten zwei Trucks aufzutreiben, auf die wir uns verteilten (incl Ladefläche) und dann gings munter her. Herrlich wie sich Amerikaner und Kanadier necken, und so nebenbei bekommen wir auch die kleinen Spitzen der Sprache mit, sozusagen die I-Tüpfelchen, die Sahnehäubchen oder wie sie hier sagen the Icing on the cake. Wer die kanad. Torten und deren Zentimeter dicke Glasur darauf kennt, weiss wie das gemeint ist. Heute abend kommen die beiden noch mal zu uns an Bord, und dann wollen wir morgen wieder auf die kleinen Inseln und deren herrliche Naturbuchten aufbrechen. Wir haben offiziell noch 5 Tage auf den British Virgin Islands, dann läuft unser Visum hier ab. Wir werden entweder versuchen zu verlängern oder auf die US-Virgin Islands rüber segeln. Und da die Kanadier das gleiche tun, treffen wir uns sicher noch wieder.
Soeben jagen hier noch Fegattvögel direkt am Schiff. Eine kleine Serie, stark vergrößerbar:
Monika hat als "Belohnung" wunderbare, leckere Pfannkuchen gemacht, die besten meines Lebens mit 74% local RUM. Den können sie hier wirklich in der Karibik super lecker herstellen und dazu für AGED RUM, also alten, sehr preiswert (6,- Euro pro Flasche). Dazu dann sugar cane, und frisch gepressten Apfelsinensaft. MMMM.
Wenn man mal den ganzen Tag mit Skype online ist, kommen dazu noch einige Anrufe, also mal wieder ein Communication Day. So auch lange mit unserem Sohn, und auch live mit alten und neuen Freunden an den Stegen von Penns Landing, einer kleinen, nette, sauberen Marina (von einem deutschen Walter betrieben), die ausnahmsweise als hurricane hole anerkannt und demzufolge sicher ist. Wir haben die 3 stürmischen Tage hier "ausgesessen", sind mit unseren kanadischen Freunden Rick & Louise aus Nova Scotia sowie einigen weiteren amerikanischen Seglern zum Easter Egg Breakfast gefahren. Rick hat hier am Steg viele Jahre auf seinem Schiff gelebt, als "snowbird" den kanadischen Wintern entflohen, und kennt hier Gott und die Welt. Kein Problem für ihn, in ein paar Minuten zwei Trucks aufzutreiben, auf die wir uns verteilten (incl Ladefläche) und dann gings munter her. Herrlich wie sich Amerikaner und Kanadier necken, und so nebenbei bekommen wir auch die kleinen Spitzen der Sprache mit, sozusagen die I-Tüpfelchen, die Sahnehäubchen oder wie sie hier sagen the Icing on the cake. Wer die kanad. Torten und deren Zentimeter dicke Glasur darauf kennt, weiss wie das gemeint ist. Heute abend kommen die beiden noch mal zu uns an Bord, und dann wollen wir morgen wieder auf die kleinen Inseln und deren herrliche Naturbuchten aufbrechen. Wir haben offiziell noch 5 Tage auf den British Virgin Islands, dann läuft unser Visum hier ab. Wir werden entweder versuchen zu verlängern oder auf die US-Virgin Islands rüber segeln. Und da die Kanadier das gleiche tun, treffen wir uns sicher noch wieder.
Soeben jagen hier noch Fegattvögel direkt am Schiff. Eine kleine Serie, stark vergrößerbar:
Samstag, 30. März 2013
Fathogs Bay Waschtag
Corinna und Florian sind gestern kurz vor Mitternacht mit viel Glück in Puerto Rico angekommen, nachdem der geplante Flug einfach gestrichen wurde und nicht alle Gäste einen Platz im darauf folgenden Flug bekamen. Die beiden sind vorsichtshalber einen Tag vor dem Langstreckenflug von Tortola nach Puerto Rico geflogen nach all den Wedahrungen mit den karibischen Inselhüpfern und das war offenbar wieder richtig.
Wir hatten dann heute einen Tag in Fathogs Bay zu tun mit Einkaufen und Waschen im preiswertesten Waschsalon unserer gesamten Reise (2 USD pro 5kg ). War ein Erlebnis unter den ganzen Schwarzen Locals hier zu plaudern. Ansonsten ist von Ostern nicht viel zu spüren, eher Alltag, nachdem wir wieder allein an Bord sind. Aber unsere kanadischen Freunde treffen wir morgen und freuen uns darauf.
Wir hatten dann heute einen Tag in Fathogs Bay zu tun mit Einkaufen und Waschen im preiswertesten Waschsalon unserer gesamten Reise (2 USD pro 5kg ). War ein Erlebnis unter den ganzen Schwarzen Locals hier zu plaudern. Ansonsten ist von Ostern nicht viel zu spüren, eher Alltag, nachdem wir wieder allein an Bord sind. Aber unsere kanadischen Freunde treffen wir morgen und freuen uns darauf.
Freitag, 29. März 2013
Es schüttet
Nach einem schönen Badevormittag wollten wir die beiden zum Airport bringen und plötzlich fegt ein Regenguss über uns hinweg, dass ich gerade noch Monikas Rat folgen kann, das Ankermanoever abzubrechen und eine Bezahlboje in der engen Trellis Bay erwische. Was dann nur so prasselte , kann man auf dem Photo vielleicht erahnen. Ja die Überraschung lenkt uns ab, der Himmel weint genug und nun müssen wir nur das Gepäck der beiden noch in Müllsäcke verstauen damit im Dingi nicht sofort alles durch und durch nass ist. Ja, Monate lang hatten wir keinen Regen, aber ausgerechnet heute
Donnerstag, 28. März 2013
Abschied naht
Die letzen Tage habe ich einfach genossen ohne Bilder zu machen und Blog zu schreiben. Der
Abschied von Corinna und Flo morgen am 29.3.naht und ich wollte einfach intensiv die
verbleibende Zeit mit den beiden genießen. Das Bloggen nimmt nämlich insgesamt mit Internet
suchen, Fotos auswählen, verkleinern etc. ganz schön viel Zeit in Anspruch. Diesmal habe ich
egoistisch alles in mich aufgesogen und der inneren Welt mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Wir
hatten eine sehr ruhige Bucht (Little Harbour auf Peters Island), wo wir mit Heck-Leinen ganz
nahe an der mit Kakteen bewachsenen Felststeilwand geankert und direkt 1 m unter dem Schiff
wieder ein Riff hatten. Monika sah an einem Tag eine riesen Makrele, einen Barakuda unter dem
Schiff ganz nah aus ihrem Kojenfenster sowie eine Schildkröte und war so glücklich. Und immer
gibt es noch neue Fische zu bestaunen und bestimmen.
Gestern abend dann Kontrastprogramm: Full Moon Party in der Trellis Bay mit Feuerspektakel, viel
karib. Musik, Stelzen-Tänzern und Artistik. Und das bei einem riesen großen, orange aufgehenden
Mond über der Bucht. Wir haben gegenüber der Trellis in der ruhigen Marina Key geankert und sind
die 2 km mit dem Dinghy im Dunkeln rüber gefahren. Heute morgen hatte Monika dann spontan um
6.30 Uhr Lust, 5 SM bei spiegelglatten Meer rüber an die Südspitze von Virgin Gorda Island in
die berühmten "The Baths" zu motoren und eine der letzten noch freien Tages-Bojen zu erwischen.
Die gigantischen Steinformationen sind echt beeindruckend, vor allem morgens, wenn kaum
Touristen in den Höhlen herum laufen. Ich hab mit Corinna eine letzte ausgiebige Wanderung
gemacht, Flossen und Tauchbrille versteckt, und nur mit Badehose und Barfuss in den riesigen
Steinen herumgeklettert. Wir hatten solchen Spass! Das Zurückschwimmen war dann abenteuerlich,
weil wegen der hohen Wellen mittlerweile die rote Flagge am Strand gehisst wurde (= Anlegen und
Schwimmen verboten), aber wir haben eine Phase zwischen den Wellen erwischt und sind heil wieder
an Bord gekommen. Ich würde so gern noch mehr unternehmen, die 2 Wochen gingen wieder so schnell
herum.
Ich hoffe für die Heimkehrer und auch Euch Mitlesenden kommt nun endlich der Frühling. Ob ihr
die Ostereier statt weiss bunt anmalen müsst, damit ihr sie im Schnee wieder findet? Nein,
lieber wünsch ich euch Osterglocken, Krokusse etc. Ich denke Ostern an euch. Es ist so eine
andere Stimmung hier und Ostern ist in unseren Breiten noch etwas anderes, als hier Happy
Easter. Naja, wenigstens die vielen Hühner, die auf allen Inseln wild herum laufen, begleitet
von heftigem Hahnkrähen morgens, erninnern etwas an "zu Hause". Mal schauen, ob wir morgen, wenn
die "Jugend" von Bord geht, in den Märkten Ostereier finden. Seltsam, dass man an ein paar
Gewohnheiten doch so hängt. Das gibt etwas Halt.
Abschied von Corinna und Flo morgen am 29.3.naht und ich wollte einfach intensiv die
verbleibende Zeit mit den beiden genießen. Das Bloggen nimmt nämlich insgesamt mit Internet
suchen, Fotos auswählen, verkleinern etc. ganz schön viel Zeit in Anspruch. Diesmal habe ich
egoistisch alles in mich aufgesogen und der inneren Welt mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Wir
hatten eine sehr ruhige Bucht (Little Harbour auf Peters Island), wo wir mit Heck-Leinen ganz
nahe an der mit Kakteen bewachsenen Felststeilwand geankert und direkt 1 m unter dem Schiff
wieder ein Riff hatten. Monika sah an einem Tag eine riesen Makrele, einen Barakuda unter dem
Schiff ganz nah aus ihrem Kojenfenster sowie eine Schildkröte und war so glücklich. Und immer
gibt es noch neue Fische zu bestaunen und bestimmen.
Gestern abend dann Kontrastprogramm: Full Moon Party in der Trellis Bay mit Feuerspektakel, viel
karib. Musik, Stelzen-Tänzern und Artistik. Und das bei einem riesen großen, orange aufgehenden
Mond über der Bucht. Wir haben gegenüber der Trellis in der ruhigen Marina Key geankert und sind
die 2 km mit dem Dinghy im Dunkeln rüber gefahren. Heute morgen hatte Monika dann spontan um
6.30 Uhr Lust, 5 SM bei spiegelglatten Meer rüber an die Südspitze von Virgin Gorda Island in
die berühmten "The Baths" zu motoren und eine der letzten noch freien Tages-Bojen zu erwischen.
Die gigantischen Steinformationen sind echt beeindruckend, vor allem morgens, wenn kaum
Touristen in den Höhlen herum laufen. Ich hab mit Corinna eine letzte ausgiebige Wanderung
gemacht, Flossen und Tauchbrille versteckt, und nur mit Badehose und Barfuss in den riesigen
Steinen herumgeklettert. Wir hatten solchen Spass! Das Zurückschwimmen war dann abenteuerlich,
weil wegen der hohen Wellen mittlerweile die rote Flagge am Strand gehisst wurde (= Anlegen und
Schwimmen verboten), aber wir haben eine Phase zwischen den Wellen erwischt und sind heil wieder
an Bord gekommen. Ich würde so gern noch mehr unternehmen, die 2 Wochen gingen wieder so schnell
herum.
Ich hoffe für die Heimkehrer und auch Euch Mitlesenden kommt nun endlich der Frühling. Ob ihr
die Ostereier statt weiss bunt anmalen müsst, damit ihr sie im Schnee wieder findet? Nein,
lieber wünsch ich euch Osterglocken, Krokusse etc. Ich denke Ostern an euch. Es ist so eine
andere Stimmung hier und Ostern ist in unseren Breiten noch etwas anderes, als hier Happy
Easter. Naja, wenigstens die vielen Hühner, die auf allen Inseln wild herum laufen, begleitet
von heftigem Hahnkrähen morgens, erninnern etwas an "zu Hause". Mal schauen, ob wir morgen, wenn
die "Jugend" von Bord geht, in den Märkten Ostereier finden. Seltsam, dass man an ein paar
Gewohnheiten doch so hängt. Das gibt etwas Halt.
Abonnieren
Posts
(
Atom
)











































