Montag, 11. Februar 2013

Jolly Harbour

Diese Downwind Rauschefahrt hat Peters letzte Zweifel genommen....
Nach einer wunderbaren Parasailor-Fahrt, spontan Mittags aufgebrochen auf Green Island sind wir zum Sonnenuntergang um 18.30 Uhr in der Nähe des Airports von Antigua in Jolly Harbor angekommen (der Tracker scheint leider mit der Position wieder zu stocken). Peter wird uns heute wieder verlassen. Ja, so ist das Seglerleben. Wir träumen schon von einem Wiedersehen in der Karibik... Der Hurricane geschützte Hafen hat ihn auf ganz neue Ideen gebracht. Es ist sehr angenehm zu leben hier.
Wir genießen jetzt im Restaurant das letzte Essen mit ihm , um uns herum die ganzen bunten Vögelchen, die auch was abbekommen wollen.
Wir werden dann wohl übermorgen zu zweit weitersegeln zu den St. Kitts Inseln im Nordwesten von Antigua. Bis dahin genießen wir die sichere Bucht und die Annehmlichkeiten einer Marina in der Nähe.

Samstag, 9. Februar 2013

Wanderung auf Green Island

Diese Insel ist so wild und unheimlich, dass wir mal lieber ganz feste Wanderschuhe angezogen und die Machete mitgenommen haben. So riesige Kakteen und Blick auf ein riesiges Riff im Norden der Insel habe ich noch nie gesehen. Die Bucht ist komplett offen bis nach Afrika zum Atlantik hin, dessen grosse Wellen am Riff gebrochen werden und so einen einzigartigen Ankerplatz bieten. Mittlerweile liegen auch hier Bojen zum Schutz der Riffe, und sie sind sogar kostenlos, bzw. mit der obligatorischen Antigua-Cruising-Fee bezahlt.
Ich frage mich, wie ich diese überwältigenden Eindrücke eigentlich in Worten oder Bildern beschreiben kann, ob das überhaupt geht. Es gibt unzählige Karibik-Bilder, die den Klischees entsprechen, aber auch das Vorurteil der völlig überfüllten und teuren Karibik. Es stimmt genauso wenig, wie die Angaben zu Wind etc in den Charterprospekten. Man muss es wirklich einfach selbst erleben.
Peter ist genauso fasziniert wie wir, und hatte es sich auch anders vorgestellt. Man kann es nicht beschreiben. Wir wollen am liebsten gar nicht mehr weiter, so viel Natur, so wenig andere Schiffe. So ist es vielen Seglern vor uns schon ergangen, und so wurden aus einem Jahr zwei oder mehr. Wir haben aber das Ziel Canada, das uns immer wieder Energie gibt, aber auch manchmal Unruhe. Allein die Kleinen Antillen wären interessant genug für eine ganze Saison, und dann kommen da noch die Virgin Islands als Highlight. Wir haben uns vorgenommen, dass wir nicht alle Inseln sehen können, vielleicht sogar nicht mal bis zu den Bahamas kommen. Nur mit dieser Einstellung schaffen wir es, die karibische Gelassenheit auch in uns zu finden. Mitte März kommen Corinna und Florian an Bord, wir werden mit den beiden noch die US-Virgin Islands erkunden und Anfang April dann weitersehen, ob wir noch via Bahamas die USA-Küste entlang segeln, denn von den Bahamas sind die Winde zu den Bermudas ungünstiger, als von den Virgins dorthin. Andererseits möchten wir sehr gern dort Christine und Thomas an Bord nehmen. Vielleicht findet sich noch jemand, von dort die seglerische Herausforderung hoch am Wind oder in Etappen via Newport, Maine... Ja, wie ihr seht, ist es manchmal richtig anstrengend die große Planung, und erst recht die kleine zu machen, wo in welcher Bucht bei welchen Winden und Schwell man dennoch schlafen kann und geschützt ist. Wir sind hier im Paradies, wir beide wissen aber auch um die Entbehrungen und Anstrengungen, dahin zu kommen. Und wir müssen immer wieder aufbrechen. Jaja hör ich euch sagen, dafür brauchen wir keinen Schnee schüppen. Recht habt ihr. Kommt mit uns, so lange wir hier sind. Wir werden den nächsten Winter wohl erst mal wieder in Deutschland sein. Aber so weit planen wir nun nicht wirklich...
... Benzin sparen  (Bild von Peter)


Kakteen drei mal so groß wie wir

die Bucht für uns allein. Der Kat im Hintergrund passte nicht mehr zwischen uns und das Riff rechts neben LIZA

offener Atlantik bis nach Afrika


auf der Nordseite in der Nonsuch Bay sind schon ein paar mehr Schiffe
der flog ewig lang durch die Luft. Das ist wieder ein anderer Rausch....

Wir genießen die Ruhe.....



... und den undurchdringlichen Urwald mit der Machete...

und immer raschelt was am Boden... zum Glück keine Schlangen hier

aber immer wieder groteske Formen, hier die Reste einer abgestorbenen Yucca-Palme mit einer uralten 20 cm großen Muschel

mit denen ist nicht zu spaßen...

die Hand zum Eindruck der Größe...


Unterwasserfilmchen

Wegen der Datenmenge musste ich sehr stark komprimieren. Nur mal ein Eindruck, was hier unter der LIZA so los war z.B. auf den Isles de Saintes.. Am Angang noch nicht soo interessant, aber etwas Geduld...

Diashow Barbados-Antigua

Hier mal eine "kleine" Auswahl von ca. 120 Bildern aus der Karibik Barbados bis Antigua als Diashow

Freitag, 8. Februar 2013

Nonsuch Bay und Green Island Antigua

Nonsuch Bay - Keine wie diese. Das ist wahrlich richtig. Wir liegen an der Vogelinsel bzw. Green Island in einer kleinen Bucht mit nur einem weiteren Katamran, umgeben von Korallen-Riffen. 
Ihr lieben daheim und unterwegs, ich kann es nicht anders sagen: Das ist hier das Karibik-Paradies, wie ich es mir erträumt hatte. Und zwar ohne wenn und aber. Nicht weit entfernt hört man die Atlantikwellen donnern und am Riff brechen, und um die Ecke hier ist es beschaulich still, romantisch, weißer Korallensand.


Noch eine kleine Szene gestern aus der Hauptstadt von Antigua: St. John

Mit Peter an einem Imbiss / Kaffee....  Plastikblumen auf dem Tisch ;-)
Noch ein Blick zurück in den Antigua Yacht Club beim Ablegen aus derr Falmouth Bucht. Vorne links die Falcon, die wir im Mittelmeer schon "getroffen" hatten, für ca. 200.000 US$ charterbar

Das ist die Bucht Rickett Harbour im Südwesten von Green Island, wo wir gerade liegen. Es ist absolut einsam - ganz anders, als wir in der Karibik befürchtet hatten. Man muss allerdings auch vorsichtig in die Riffs hinein fahren, sonst....
... ergeht es einem so wie diesem Segler. Man sieht gut, wie die Wellen sich am Riff brechen
 

 

 

 

Dienstag, 5. Februar 2013

Antigua / Falmouth Bay angekommen

Nach einem wunderbaren Segeltag sind wir in der English Bay angekommen und sind aber doch direkt westlich in die ruhigere Falmouth Bucht gefahren. Die Gegend ist berühmt, Lord Nelson Dock Yard lockt Superyachten aus aller Welt an. So etwas habe ich noch nie gesehen.

Samstag, 2. Februar 2013

Isles de Saintes / Guadeloupe

Liegeplatz bei den Isles de Saintes

Zum ersten Mal im Leben Pelikane gesehen, heir bei der Jagd im Anflug

.....auf den Fisch
.......... mmmmm lecker
ein typisches Haus mit creolischen Verzierungen und Farben

majestätisch zogen sie abends ihre Kreise um unser Schiff.



die Spannweite ist beachtlich, ca. 2 m

Wir haben sehr schöne Tage auf den Saintes verbracht, tagelang KEINEN Regen, recht trockenes Klima, fast eher europäisch anmutende winzige bunte Puppenstubenhäuschen (was nach dem exotischen Dominica mal wieder ganz gut tat, auch wenn es etwas touristischer wirkte), dauernd Pelikane um uns herum und ein phantastisches Riff unter dem Schiff mit unzähligen verschiedenen Arten. Vielleicht finden wir noch mal Internet um ein Unterwasserfilmchen hoch zu laden.
Seit gestern ist Peter an Bord und wir freuen uns dass der Traum damals als wir seine Lagoon Aqua nach Kroatien überführt haben, uns irgendwann mal in der Karibik wiederzusehen, wahr geworden ist. Er schaut sich das "Anfängersegelrevier" wie es die Charterfirmen mit immer 4 Bft gern beschreiben mal persönlich an. Heute hatten wir direkt einen Törn mit konstant 35 Knoten, in Böen bis 45, und dann auch auf einmal Windstille und dann NW. Verrückt! Nun warten wir in Deshaies im Nordwesten vom Gouadelupe bei 27 Knoten am Anker auf etwas östlicheren Wind , um nicht so gegen den Wind nach Antigua segeln zu müssen.

Morgen am 4.2. segeln wir rüber an die Südspitze

Sonntag, 27. Januar 2013

Wandertag und Karneval


 
 
Heute waren wir mal ganz mutig und haben uns auf eigene Faust aufgemacht in den Regenwald. Es gibt ein paar wunderbare Trails hier, auf denen die Ureinwohner schon Ihre Produkte von West nach Ost und Nord nach Süd auf dem Kopf getragen haben. Leider waren die Trails jedoch nicht in der Nähe des Liegeplatzes. Also haben wir Wanderschuhe angezogen und los ging`s. Jedoch nicht lange, denn dann war es so abartig heiss und schwül, dass wir umkehren wollten. Und just in diesem Augenblick kamen ein paar Einheimische Jugendliche, die uns einfach mitgenommen haben, jedenfalls so weit ihr Weg in die gleiche Richtung führte. Ausgestiegen haben wir es dann noch eine Weile weiter probiert, aber das Klima ist nicht für uns geschaffen, oder besser wir nicht für diese tropische Hitze. Als wir gerade umkehren wollten, hielt ein Maxi-Taxi , wie sie hier häufig statt Linienbussen herum fahren und brachte uns für 4 Euro umgerechnet (hier gibt es ja wieder die Eastern Caribbean Dollars) genau zum Ausgangspunkt des Trails. Und weil wir natürlich Sorgen hatten, dass wir dort nie wieder weg kommen, haben wir eine Zeit mit dem Fahrer vereinbart, um uns zurück zu bringen. Eine halbe Stunde vorher waren wir auch wieder am Trail-Einstieg, aber die Telefon-Nr. , die uns der Fahrer gegeben hatte, funktionierte nicht. Und da hielt wieder ein netter Schwarzer, fragte ob er helfen könne. Ja.... wir sagten, wir seinen mit einem Taxi verabredet, aber.... Er probiert die Nr. auch auf seinem Handy, ging nicht, und dann meinte er, bevor das Taxi evtl. gar nicht kommt, könnte er uns mit zurück bis in die Bucht bringen, er wolle eh gerade zum Karneval fahren. Als wir einstiegen, lag da ganz offen eine Pumpgun im Auto, und erst wurde uns etwas anders, aber er sagte, er ist Polizist im Ort, kannte dann auch all die Guides, mit denen wir schon Touren gemacht hatten. Er wollte auch kein Geld von uns. Naja, wir haben uns wirklich sehr nett unterhalten, und da kam der Taxifahrer auf der sehr engen Straße entgegen. Mir war das so peinlich, aber wir hatten es ja versucht und der Polizist auch, und beim Fenster runterkurbeln lachten beide, denn der Taxifahrer war der Cousin. Wir wollten umsteigen, um ihm das Geschäft nicht zu vermasseln, aber kein Problem, der Polizist hat uns wirklich bis ins Dorf gefahren und noch bis zum Karnevalszug.
Im Hintergrund Guadeloupe, wo wir morgen hinsegeln werden




Nach den Jahresringen zu sehen ist diese Palme auch knapp hundert Jahre alt.

der Durchmesser dieser Kalahs ist fast ein Meter!
 

diese Stelzentänzer waren so hoch, dass sie mit den Stromleitungen aufpassen mussten



Dieser Tänzer konnte sogar auf einem Bein tanzen und das andere hinten hochstrecken. Ich versuch das Video dazu mal bei Youtube hochzuladen.