Samstag, 25. Juni 2011

Hurra, wir sind durch!


Hurra, wir sind durch die Strasse von Messina hindurch. Es war schon sehr spannend, eine starke Strömung schob von hinten, so dass der Autopilot das Steuern nicht mehr schaffte.


Auf dem AIS Bild (vergrösserbar) könnt ihr sehen, was hier los war um uns herum. Unser Schiff war das rote Boot ziemlich in der Mitte mit dem Kreis drum herum. Jedes Dreieck war eine große Fähre, Kreuzschiffe etc, denen wir ausweichen mussten, weil Verkehstrennungsgebiet, sozusagen Einbahnstrasse auf jeder Seite der Strasse. Und endlich haben wir jetzt auch den erhofften Wind, der uns nun durch die Nacht bis morgen früh (So) wohl um die Stiefelspitze Italiens herum bringt Richtung Ferse. Bitte wartet nicht umgehend auf weitere Berichte, wir verlassen erst mal wieder Internet bzw. unseren Italienischen Vodafone Bereich.

auf nach Messina

Heute morgen (Sa, 25. Juni) hatten wir gehofft, endlich auf guten Wind zu treffen. Es sollte 15-20 Knoten von Nordwest geben, die uns gut durch die Strasse von Messina nach Süden bringen. Aber der Wind ist wieder eingeschlafen. Im Gegensatz zu Peter, der als wahrer Motorboot-Enthusiast nicht oft genug an den Maschinen arbeiten kann und nur beim konstanten Laufgeräusch der Motoren gut schlafen kann, finde ich den Dieselgeruch und das Motorengeräusch einfach nur "ätzend". Es erinnert mich dran, das wir "Zeitdruck" haben, jedenfalls keine Zeit, auch langsam nur mit dem Wind voran zu kommen, und es gibt dem Boot eine unnormale Dynamik, die es von allein nicht hätte. Ich bin aber vielleicht auch etwas genervt von den dicken Maschinen, die Peters permanente Aufmerksamkeit fordern, weil sie Öl und Kühlwasser spucken und er fluchend an nichts dran kommt, im Gegensatz zur geliebten Motoryacht mit begehbarem Maschinen-Raum. Er hasst die Enge und an nichts gut dran zu kommen, was ich nachvollziehen kann. Meine kleinen halb so starken Volvo-Motörchen in unserer Lagoon 380 sind da viel übersichtlicher. Mir kommen Zweifel, ob sich Motorboot und Segelboot als guter Kompromiss zum "Motorsegler" kreuzen lassen. Als heute noch der 20 PS Viertakter vom Dingi seine Mitarbeit verweigerte, war mir klar, ich bin Segler und als solcher froh, wenn das Dingi so leicht bleibt, dass man es notfalls auch noch gut rudern kann. Ein Mittelsteuerstand ist für den Trimm zwar genial und ein Lenkrad im Beiboot auch eine tolle Sache, aber es ist alles schon wieder so schwer, der Motor nicht mehr einfach abnehmbar, schon gar nicht zu tragen. Ja, es hat alles im Leben seinen Preis, womit ich nicht nur das Geld meine. Wo ist das Optimum an viel Vergnügen bei möglichst wenig Aufwand. Ich werde jedenfalls Monikas Wunsch befolgen, ein Kajak mit auf Langfahrt zu nehmen mit kleinem Stauraum und Tretantrieb, unser Hobie mit Mirage Antrieb. Das kleinste aus unserem Fuhrpark, das "Sport" passt auf jeden Fall noch an Bord. ---  So liege ich in meiner Koje, unser dritter Mann an Bord, Henning, steuert leidenschaftlich gern und ich kann mich mal zurück ziehen, lasse die Sonne draußen brutzeln, einen leichten Wind durchs Lukenfenster auf den Bauch wehen und wundere mich, wie schnell man sich daran gewöhnt, dass es Sonne im Überfluss gibt und man ihr mal durchaus gern aus dem Weg geht.
Aqua durch die Wellen, die ihren 16 Tonnen Luxus wenig anhaben können, nachdem es uns auf Vulkano in Porto Di Levante nach einer Nacht brodelnder Schwefelquellen uns doch "etwas gestunken" hat. Ich beschliesse aber, dass die Liparischen Inseln noch eine Reise wert sind. Jede hat ihren eigenen Reiz, was uns nette Segler auf dem Nachbar-Katamaran versicherten. Also, bis nächstes Jahr!!!

Freitag, 24. Juni 2011

Liparische Inseln, auf Vulkano angekommen

rechts am Bildrand der Ankerplatz, oben ein großer Vulkankrater, in den man hinunter klettern kann


Freitag bei Sonnenaufgang angekommen auf der Insel Vulkano, dem Nordostzipfel, Porto Di Levante. Am Fuß eines Schwefeldämpfe sprühenden Vulkanes (auf dem Bild unter dem Pfeil wahrscheinlich schlecht sichtbar auf dem iPhone-Bild). Beim Einlaufen in den Hafen machen uns die Strömungen und Wirbel im Wasser unsicher, es sieht nach Felsen dicht unter der Wasseroberfläche aus. Beim späteren Tauchen entpuppen sich diese als blubbernde, dampfende Schwefelquellen. Das Wasser ist ohnehin schon fast 26 Grad warm, und dann kommt es aus diesen Löchern noch wärmer. Ein reger Fährverkehr mit Tragflügelbooten, die ich noch nie gesehen habe, bringt immer mehr Badegäste, so dass ich wieder vom Strand zurück auf den Katamaran flüchte. Zeit für Siesta. In Italien läuft NICHTS zwischen 13 und 17 Uhr, alles geschlossen, selbst Tankstellen und Feuerwachen...
Wir erholen uns noch einmal vor Anker den heutigen Tag über, bevor es wohl morgen nach Südosten durch die aufregende Straße von Messina geht. Wir brechen früh auf, um Mittags durch dieses Nadelöhr mit fast tausend Meter hohen Bergen links und rechts zu finden.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Naturwunder

Ich fahre durch die Nacht  zu den Liparischen Inseln, mit Kurs auf die Insel Vulkano, wo wir morgen bei Sonnenaufgang ankommen werden. Was ich gerade erlebe gehört zu den schönsten Naturwundern, die ich jemals gesehen habe. Über mir ein sternklarer Himmel mit unzählbaren Milchstraßen und unter mir ein eben solches Schauspiel von Glitzern, Leuchten, von Millionen von Algen erzeugt im 25 Grad warmen Wasser. Ich kann es nicht in Worte fassen, es ist schöner als jede mit goldenen Mosaiken verzierte Kirchenkuppel, und jetzt begleiten mich noch Delphine, springen neben mir in der mondlosen Nacht, deutlich im Sternenlicht erkennbar. Unter Wasser ziehen sie eine Leuchtspur hinter sich her wie Feenstaub. Mir stehen die Tränen in den Augen. Ich möchte es euch allen zeigen, aber ich bin allein, kann nur dem Himmel danken. Ich bin so glücklich, mein Gott wie schön ist die Erde. Jetzt denkt bitte nicht, ich übertreibe hier. Es ist noch viel schöner, als ich es beschreiben oder in Worten nicht (mit)teilen kann. Habt den Mut, es selber zu erleben, die Angst vor der Nacht überwinden und nur tausende Meter Wasser unter sich auf einer kleinen schwimmenden Insel. Das Leben ist kurz, zumindest die Zeit in Freiheit für solche Abenteuer. Ich wusste nicht, was ich erleben würde, als ich mich aufmachte zu neuen Ufern. Heute morgen hab ich noch wieder gezweifelt, ob ich wirklich etwas sinnvolleres tun muss, als z.B. über den Atlantik zu segeln oder stundenlang durch diese Nacht. Warum immer weiter, immer wieder aufbrechen. Was will ich, wo gehör ich hin. Aber nun springen die Delfine und schnauben um mich herum, ich kann sie nicht mehr sehen, jedoch schnauben hören und sie fragen mich, warum ich eigentlich immer noch daran zweifle, ob das hier meine Welt ist. JA, und wenn ich meine Liebsten dabei haben darf gibt es keine Steigerung mehr!!  Doch, gerade bekomme ich erst einen Schrecken, was da plötzlich vor mir aufleuchtet, immer größer wird, wie ein angestrahltes Segel, aber nicht auf dem Radar zu sehen ist. Es wird so schnell größer, dass ich den Autopilot ausschalte, um drum herum zu fahren. Und dann wird die Sichel sichtbar vom Mond. Es ist alles so unwirklich, man muss sich kneifen, ob noch alle Sinne beisammen sind.

Überfahrt Liparische Inseln

Wir sind heute am 23. Juni in San Vito Lo Capo an der Nordwestspitze Siziliens losgefahren mit Kurs auf die Liparischen Inseln. Diese werden wir nach einer Nachtfahrt wohl morgen erreichen. San Vito Lo Capo ist wunderschön, bis zu 600 m hohe Berge säumen den riesigen weissen Sandstrand. Natürlich sind so exponierte Punkte immer auch touristisch stärker frequentiert und recht teuer. Unser Liegeplatz ohne Toiletten oder Duschen aber immerhin mit Strom und Wasser hat 100 Euro pro Nacht gekostet.... Tja, aber schön war es schon und wir hätten auch ankern können, aber das wird ja demokratisch abgestimmt. Ich bin mit meinen unter 50 nun der junge Hüpfer an Bord. Peter und Henning können sich herrlich stundenlang über Plotter, Strömungs-Vektoren etc. unterhalten, und ich mach Fotos, damit sie sich später die wunderschönen Eindrücke noch mal revue passieren lassen können. Ich bin froh, dass Henning auch sehr gerne segelt sowie schwimmen geht, man merkt ihm seine Vergangenheit bei der Marine an.

Sonntag, 19. Juni 2011

Handnähmaschine für Segler

Wir haben zwar einen fetten Generator auf der Lagoon Aqua, aber das manchmal eintönige Leben an Bord fördert die Kreativität der Crew, ohne viel Aufwand die alltäglichen Dinge zu bewerkstelligen. Weil Technik halt immer wieder versagt (ja, daran muss man sich gewöhnen, dass es immer irgendwo piept, irgend ein Alarm geht, weil die Spannung abfällt, die Bilgepumpe läuft usw usw.) gibt es zumindest bei mir eine eindeutige Tendenz, das Leben möglichst zu vereinfachen (simplify your live). Wieviel Luxus und Komfort braucht der Mensch, insbesondere an Bord. Jeder hat seine eigenen Ansprüche. Ich habe bisher zum ersten mal elektrische Winschen genossen, mit denen das Einhandsegeln noch einfacher geht (wenn nicht immer wieder die Sicherung rausfliegt, gerade wenn man sich drauf verlassen muss). Elektrische Toiletten mit Süsswasser gespült brauche ich nicht, Klimaanlage oder Warmwasser in 3 Innenduschen auch nicht, aber 220 Volt aus den Steckdosen ist praktisch, verleitet aber auch zum Verschwenden von Energie-Resourcen. Die Kaffeemaschine daran zu betreiben geht nicht lange gut, und es ist doch auch schön, den Kaffee mit dem Wasserkessel aufzugießen. Also, back to the roots ist das Leben auf einem Katamaran natürlich lange nicht, aber wo hat der Luxus seine Grenzen, bzw. welchen Preis hat Komfort , und will man ihn zahlen, den Generator laufen lassen müssen (ich kann dabei nicht schlafen). So kam die Idee, kleine praktische Helfer ohne Stromverbrauch vorzustellen. Das soll nicht nur ein Witz bleiben, wie das folgende Video, aber anregen, auch gerne von euch Tipps und Tricks vorzustellen, wie wir effizient und preiswert das Leben an Bord vereinfachen können.

Samstag, 18. Juni 2011

Reparatur und Crew-Wechsel auf Katamaran Aqua auf Sizilien

Nun ist es aber an der Zeit, einen Zwischen-Lagebericht abzugeben. Dazu komme ich nun endlich, nachdem ich 2 Stunden durch die Stadt gelaufen bin, um einen ital. Internet-Stick zu kaufen, weil es uns sozusagen an Siziliens Westküste verschlagen hat, naja, nicht als Treibholz, sondern immerhin noch mit einem funktionierenden Antrieb. Erst im Hafen von Trapani, einer sehr lebendigen Küstenstadt im NW der Insel, stellte sich die eigentliche Ursache heraus: ein defekter Propeller. WIr bekamen ca. 100 Seemeilen vor Sizilien von Sardinien aus gestartet plötzlich ziemlich heftigen , wieder mal nicht vorher gesagten Wind mit einer 2-3 m Welle, waren gezwungen, das 2. Reff zu binden, als sich der 16 Tonnen schwere Katamaran trotz 2 x 75 PS nicht mehr gegen den Wind drehen ließ. Nachdem uns das gelungen war und später der Wind nachließ, wollte ich doch wissen, ob da vielleicht etwas mit den Schrauben nicht in Ordnung ist. Ein ausgedehnter Tauchgang mit dem kleinen Kompressor an Bord (Freediver) kam mit über 1000 m Wassertiefe unter mir und unzähligen herumspringenden kleineren Thunfischen nicht in Frage, aber mit Schnorchel und Brille allein konnte ich fühlen, dass der Propeller der Steuerbordmaschine erhebliches Spiel auf der Antriebswelle hatte, die Sicherungsschrauben aber alle angezogen waren. Ein Zerlegen und evtl. Verlieren von Spezialschrauben war zu riskant, also fuhren wir die nächste Nacht mit einer Maschine weiter. Vom nächstgelegenen Hafen Tripani hatten wir vorher noch nie etwas gehört, es ist auch überhaupt keine Touristenstadt, sondern eine typisch sizilianische Fischerei-Hochbur mit großem Fährhafen, Flughafen, und vor allem: ein 80 Tonnen Travellift, der die 7,50m breite Lagoon 420 überhaupt herausholen könnte.
Unser Standort bis voraussichtlich 21. Juni

Erschrocken vom Preis (über 1000 Euro) bot der sehr hilfsbereite Francesco (Betreiber von 3 Schwimmstegen) erst mal ein Tauchgang im Hafen an und erst nach einigem Telefonieren mit Yanmar bzw. seinen Serviceleuten stellte sich heraus, warum die Rückseite des Propellers sich ca 4 mm in die Zinkanode hineingedreht hatte. Anders als bei Aussenborder-Propellern gibt es keinen Splint zur Sicherung der Schraube, die bei Grundberührung abscheren und so das Getriebe schützen, sondern dieser Propeller ist mit einer geklebten Kunststoffscheibe versehen, die bei Fremdberührung vom Propeller innen abreisst. Nach einer Weile wird dann der verbleibende Teil im Propeller so heiss beim Durchdrehen, dass der Propeller auf der Achse hin und her rutschen kann. Es muss also irgendetwas passiert sein mit dem Schiff, bevor wir in Barcelona am 8. Juni losgefahren sind. Ja, und nun warten wir auf einen Ersatzpropeller, der Anfang nächster Woche eintreffen wird. Da wir unter diesen Bedingungen stark eingeschränkt in der Manövrierbarkeit nicht planmässig nach Palermo weiterfahren wollten, ist Thomas heute mit dem Bus nach Palermo gefahren und unser nächstes Crewmitglied hat umgebucht.
Diese Erfahrung hat einmal mehr gezeigt, dass man Langfahrtsegeln kaum planen kann, viel Flexibilität auf allen Seiten verlangt wird, und dass ein Katamaran mit 2 Motoren erhebliche Sicherheitsvorteile hat. Nicht bestätigt hat sich die Hoffnung, man würde nicht seekrank wegen der stabilen Lage. In den ersten Tagen hatten wir wenig Wind und hohe Dünungswellen, so dass wir stundenlang, teils nächtelang motoren mussten. Und dabei ist nicht nur Thomas, Peter und mir See-erfahrenen schlecht oder zumindest "mulmig" im Magen geworden, sondern Jan hat zunehmend lange Stunden gelitten und die Fische gefüttert, so das wir ihn eher in seiner Entscheidung unterstützt haben, uns auf Sardinien zu verlassen. Mir tat es sehr leid, weil ich ihn sehr gern dabei hatte, auch ohne dass er uns seglerisch oder bei Nachtwachen entlasten konnte, aber wegen der guten Laune und harmonisierenden Wirkung, seiner tollen Fotos und nicht zuletzt wegen der guten Gespräche mit ihm. Der Törn hat wichtige Erkenntnisse gebracht und er hat es nicht bereut.
Auch das ist für mich neu beim Langfahrtsegeln, dass immer wieder Abschied von schönen Häfen und Inseln, aber besonders von vertraut gewordenen Menschen dabei ist, die eine Leere zurück lassen, wenn sie wieder von Bord gehen. Man hat sich auf engem Raum tagelang und nächtelang in ungewöhnlichen Situationen erlebt, hat Kompromisse miteinander gefunden, jeden mit seinen Individuellen Fähigkeiten schätzen gelernt, und dann gehen sie wieder in ihr Alltagsleben, tun "wichtige Dinge", Arbeiten, Aufträge etc., all das, worüber sich Menschen nicht unerheblich definieren und Selbstvertrauen daraus ziehen. Dann frag ich mich unweigerlich, was ich gerade tue, ob es nicht wichtiger wäre, bei meiner Familie zu sein, wo gerade allerhand Umbrüche passieren, jeder seinen Weg sucht, Gespräche stattfinden, an denen ich jetzt nicht teilhaben kann, weil ich auf einen dämlichen Propeller warte, um dann das Schiff weiter zu überführen. Und ist das letztlich eine wichtige Aufgabe? Was ist wichtig im Leben? Ich stelle mich auf einen neuen Lebensabschnitt ein, und alle Erfahrung, die ich auf tausenden von Seemeilen z.Zt. sammle, machen mich sicherer für unsere Pläne nächstes Jahr. Doch, das ist wichtig.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Positionsseite gelöscht

Leider funktioniert das Aktualisieren unseres Standortes über sat2twitter.com z.Zt. einfach zu unzuverlässig, besorgt eher wegen völlig falscher Positionen, als das es jemandem nützt. Deshalb habe ich bis auf Weiteres diese Seite gelöscht

Samstag, 4. Juni 2011

Ein Traum von Segel

Es bleibt mir kurz die Luft weg, wenn der Bergeschlauch vom Parasailor hochgezogen wird und der Wind das 105 qm Segel öffnet. Mit Thomas und Christine an Bord konnten wir wenigstens an einem Tag das Vergnügen haben, auch mal den maximalen Halbwind-Einfallswinkel auszuprobieren, der bei etwa 100° lag. Schade dass wir es bei diesem einen Tag belassen mussten, weil der Wind in 4-6 Knoten keinen Spaß mehr machte.

Offen bleibt die Frage, ob man wegen Belastung der Wanten das Großsegel zusätzlich oben lässt. Geschwindigkeit bringt es nach meiner Meinung nicht zusätzlich. Aber dafür die Gefahr des Halsens.

Das Bergen müssen wir bei mehr Wind noch üben. Beim Kat hat man ja seitlich der Rollfock gut Platz auf dem Trampolin. Nur bei Böen will sich das Segel oben um die Saling drehen. Dazu ein Tipp:
Beim Bergen beide Diesel anwerfen und "Vollgas" geben.  Der Auto(wind)pilot hält Kurs. Der Druck im Parasailor wird entspechend gering, da die Diesel die Rumpfgeschwindigkeit auch leicht übertreffen. Der Bergeschlauch läßt sich leicht über das Segel ziehen, wenn wir mal von dem Moment absehen, wo der Flügel dran kommt. Da muss ich meine Kilos schon reinhängen.

Danke für die Photos, Christine :-)

Freitag, 3. Juni 2011

weltweites Datemroaming ohne Grundgebühr für 0,59 Euro pro MB

Einem Tipp von meiner lieben Frau sowie Jan folgend habe ich mir für die vielen Meilen durch 7 unterschiedliche Länder für den Überführungstörn eine SIM-Karte für meinen unlocked USB Surfstick gekauft für 9,90 Euro von Telekom Austria AG, Obere Donaustraße 29, 1020 Wien
Mit abroadband surfen kostet nur pro wirklichem Gebrauch ohne monatliche Grundgebühr  € 0,59 pro MB im Ausland und ist somit bis zu 80 % günstiger! Überzeugt Euch selbst und seht in der Vergleichsapplikation, wie viel abroadband im Vergleich zum Standardroamingpreis im Ausland billiger ist.
Die Karte ist auch im iPhone, iPad, anderen Smartphones oder Slots von Laptops einsetzbar, wo immer ein Mobilfunknetz erreichbar ist. Es gibt auch Micro-Karten sowie Kompettangebot mit Surfstick. Mein entsperrter USB-Stick von der Telekom funktioniert reibungslos mit meinem Macbook Pro und der angebotenen Software Dashboard.

Hier die Liste der Länder, in dennen man abroadband verwenden kann:

Mittwoch, 1. Juni 2011

vorläufiger Törnplan für Überführung Lagoon 420 AQUA von Barcelona nach Rovinj Törnplan


















Knoten Tag
5 24 5,6
Abfahrt Etappe von nach Ankunft Strecke Strecke kum. Fahrzeit Fahrstd. kum. Diesel
sm sm h h l
07.06.11 08:00 1 Premia del Mar Mao, Menorca 08.06.11 14:00 147 147 29,40 1,2 164,64
09.06.11 05:00 3 Mao, Menorca Calasetta,Sadinien S.177 10.06.11 21:00 199 346 39,80 1,7 69,20 387,52
11.06.11 Calasetta,Sadinien S.177 Calasetta,Sadinien S.177
12.06.11 07:00 3 Calasetta,Sadinien S.177 Villasismus S.184 12.06.11 21:00 71 417 14,20 0,6 83,40 467,04
13.06.11 09:00 4 Villasismus S.184 San Vito Lo Capo, S 361 14.06.11 18:00 164 581 32,80 1,4 116,20 650,72
15.06.11 San Vito Lo Capo, S 361 San Vito Lo Capo, S 361 0,0
16.06.11 13:00 5 San Vito Lo Capo, S 361 Lipari 17.06.11 11:00 109 690 21,80 0,9 138,00 772,80
18.06.11 08:00 6 Lipari Crotone, S. 345 19.06.11 20:00 180 870 36,00 1,5 174,00 974,40
20.06.11 Crotone, S. 345 Crotone, S. 345 870 0,00 0,0 174,00
21.06.11 06:00 8 Crotone, S. 345 Gouvia, Korfu 22.06.11 16:00 168 1038 33,60 1,4 207,60 1162,56
23.06.11 Gouvia, Korfu Gouvia, Korfu 1038 0,00 0,0 207,60
24.06.11 Gouvia, Korfu Gouvia, Korfu 1038 0,00 0,0 207,60
25.06.11 04:00 9 Gouvia, Korfu Otranto, Italien 26.06.11 22:00 87 1125 17,40 0,7 225,00 1260,00
27.06.11 Otranto, Italien Otranto, Italien 1125 0,00 0,0 225,00
28.06.11 08:00 10 Otranto, Italien Korcula 29.06.11 21:00 190 1315 38,00 1,6 263,00 1472,80
01.07.11 Korcula Korcula 1315 0,00 0,0 263,00
02.07.11 08:00 11 Korcula Korcula 02.07.11 18:00 47 1362 9,40 0,4 272,40 1525,44
03.07.11 09:00 12 Korcula Maslinica 03.07.11 18:00 57 1419 11,40 0,5 283,80 1589,28
04.07.11 09:00 13 Maslinica Tisno 04.07.11 17:00 36 1455 7,20 0,3 291,00 1629,60
05.07.11 10:00 14 Tisno OPĆINA PAŠMAN 05.07.11 15:00 23 1478 4,60 0,2 295,60 1655,36
06.07.11 08:00 15 OPĆINA PAŠMAN Susag 06.07.11 18;00 53 1531 10,60 0,4 306,20 1714,72
07.07.11 09:00 16 Susag Pula 07.07.11 17:00 37 1568 7,40 0,3 313,60 1756,16
08.07.11 12:00 18 Pula Rovinj 08.07.11 18:00 19 1587 3,80 0,2 317,40 1777,44 1,12
Mittelwert 120 sm/d
eff. Fahrzeit 13,23 Tage
Reisezeit 31,00 Tage
mögliche Rückflüge/Tage/Abflughäfen nach Köln/Bonn, Weeze oder Hannover

Volvo Motoren überarbeitet und Webasto Heizung installiert

Ein erfreulicher Anblick sind die general überholten Volvo Motoren. Nicht nur der Klang und die deutlich spürbar bessere Leistung ist ein Genuss, sondern auch das Aussehen.  Ich habe mal aktuelle Bilder hier hochgeladen, auf dem untersten die Webasto Standheizung an der Innenseite des Backbordrumpfes im Motorraum montiert und über Hohlräume draussen unter der Sitzecke isoliert in den Steuerbord-Rumpf hinüber geführt, so dass der Salon innen und 3 Kojen sehr effizient beheizbar sind mit einer Air Top Evo 3900.



rechts mit "Stoff" umwickelt die Abluft zum Auspuff

Viel unterwegs

Ich bin z.Zt. so viel im Mittelmeer unterwegs, dass ich kaum dazu komme, den Blog weiterzuschreiben. Habt etwas Geduld mit mir, es wird wieder mehr....

Das Törn-Planen mit Crew für immer wieder 1 oder 2 WOCHEN ist ganz schön "Arbeit" ist. Ich hör Euch schon mitleidig "ooooohhh, der arme" sagen. Ja, ist schwer vermittelbar, aber glaubt mir, ich freu mich jetzt richtig auf ein paar Tage zu Hause, bevor es dann am 6. Juni wieder los geht mit der Überführung der Lagoon 420 von Barcelona nach Istrien. Bis Korfu keine Einzelkoje, sondern teile sie mir mit einem Crewmitglied. Hätte nicht gedacht, dass man doch wenigstens diese knapp 4 qm Privatspähre dringend braucht, wenn man sich tagelang "auf der Pelle hockt" Sollte man als Skipper vlt. doch auf "Einzelbett" bestehen? Naja, werd es überleben.

Ich habe viele schöne Erfahrungen gemacht in den letzten 5 Wochen auf See, insbesondere Freundschaft und Partnerschaft auf dem Schiff zu leben. Man muss sich natürlich aufeinaner einstellen, aber gemeinsame Erlebnisse, Begeisterung, Überwindung von Stürmen etc. zu teilen und mitzuteilen ist sehr anregend!

Wie immer gab es natürlich auch Reparaturen, die ich nur kurz anschneiden möchte, falls sie interessieren. Ich habe zum wiederholten Mal den Motorenraum-Lüfter erneuern müssen. Keine Ahnung, warum das Ding immer wieder schlapp macht und dann auch die Überhitzungs-Lampe bzw. Signal aktiviert. Darüber hinaus haben wir die Gashebel erneuert, nun haben beide Schalthebel exakt die gleiche Position vorwärts wie rückwärts, können also mit einer Hand beide bedient werden.

Ein echter Lagoon- Konstruktionsfehler ist auch behoben. Bei raumen Winden lies es sich trotz Traveller-Optimierung etc. nicht vermeiden, dass die Großschot immer wieder am Bimini scheuerte, insbesondere bei Sturm. Nun habe ich den Block am Baum ein gutes Stück weiter nach hinten versetzt und siehe da, es scheuert nichts mehr. Leider bleibt es nicht erspart, das ein Jahr alte Bimini wieder abzubauen und eine Verstärkung aufnähen zu lassen.

Hier sieht man noch die alten Löcher im Baum links von den Rollen

Donnerstag, 28. April 2011

Wetterdaten-Empfang Iridium und Wetterwelt Grib-file Abo

Für die Überführung habe ich die GRIB-View 2 Software von wetterwelt.de (Meeno Schrader) mit  CRUISING PREMIUM PLUS für ein Jahr sowie einen Iridium Tel- und Datenvertrag "Crew Calling" für 12 Monate abgeschlossen für 240 Euro. Damit zahlen wir dann nur noch, was wir wirklich an Air-Time verbrauchen und nicht z.B. 70 Minuten einer Prepaidkarte für 169 Euro, die nach einem Monat dann ungültig sind, ob Minuten verbraucht wurden oder nicht.
Ich habe mich vor allem für einen Festvertrag entschieden , also gegen Prepaid , weil im Notfall 70 Min (oder was dann davon noch übrig ist) schnell verbraucht sein können, und dann muss man erst den Provider anrufen (über SAT) und weitere 170 Euro aufschalten lassen, um wieder telefonieren zu können. Das ist inakzeptabel, zumal gegen Ende des Monats-Törns die Minuten sehr knapp werden und man entweder sparsam keine Wetterdaten mehr lädt (nicht gut..) um noch Notfall-Restminuten übrig zu halten, oder wieder Minimum 169 Euro ausgeben muss für weitere Minimum-70 Min. Weitere Infos zu diesem Crew- Calling Vertrag direkt über USA ggf. bei mir anfragen.
Preise in US-Dollar:
Aktivierungsgebühr $30,00
Sprach Mailbox, eingehende Gespräche und SMS $0,00
Monatliche Gebühr $28,00
Gespräche zu Festnetz und Mobilfunk $1,35 / Minute
Gebühr für Vertragsbeendigung $15,00
Gespräche zu Iridium $0,80 / Minute
Datenverbindung zu Iridium $1,35 / Minute
Gespräche zu anderen Satellitennetzen $9,95 / Minute
Abfrage Sprachmailbox $0,80 / Minute
SMS Versand $0,50 / SMS
Eingehende Gespräche über “Iridium 2 stage dialing access” $1,60 / Minute
Die Abrechnung erfolgt im 20 Sekunden Takt.

Der "Nachteil" einer Crew-Calling Karte zu einer normalen Vertrags-Karte besteht darin, dass anstelle der "00" bzw. "+" in der Internationalen Vorwahl "698" gewählt wird.
Deutschland hat dann die Vorwahl "698-49", Österreich "698-43", Schweiz "698-41"...
Dafür können Mitreisende Telefonkarten (Rubbelkarten) kaufen, die mit 20 Minuten Gesprächsguthaben geladen sind und somit auf eigene Kosten/Abrechnung das Equipment mitbenutzen.




Es ist eine ewige Disskussion, ob Wetterdaten, Gribfiles und emails besser über SSB-Funk mit Pactor via Sailmail, Winlink, Airmail etc empfangen werden, oder ob diese teure, aufwändige Anlage überhaupt noch nötig ist im Zeitalter von Iridium. Darüber werde ich später noch mal Details schreiben, zur Zeit sind mir die 5-6000 Euro inclusive Einbau zu teuer. Und monatliche Gebühren fallen auch via SSB an, wenn man nicht Amateurfunker ist. Um DSC Seenotsignale mit Kurzwelle übertragen zu können ist ein prof. Seefunk-Gerät wie das ICOM 801e nötig, das nach Aussage von ICOM erheblich besser gegen Salzwasser gekapselt ist, als Amateurfunk-Geräte wie das ICOM 718. Dieses müsste man komplett mit WET-PRotect Spray versiegeln. Dazu weitere Infos hier

NOAA Wettersatelliten Antenne

Ich habe kürzlich das Pilotmuster eines Mini Kreuzdipol von Peter Denzer erhalten, ein kleiner und handlicher, in Sekunden aufgebauter Mini-Kreuzdipol für NOAA- WetterSat-Empfang mit eingebautem +18db Ultra-Low-Noise (<1.0db) Preamplifier/Verstärker. Damit ist diese kleine Antenne sogar Kreuzdipols oder QFH Antennen wie der Turnstile in der Signalstärke überlegen.
Präziser Empfang dank rechtsdrehender Polarisation, klein, leicht und in Sekunden aufgebaut. Ideal für die Segelyachten, da absolut seewasserfeste Ausführung, stabiles UV- und Säurebeständiges Gehäuse mit umlaufender Dichtung. TNC-Antennen und einzeln abgedichtete Antennenanschlüsse mit Gummidichtungen. Die Fernspeisung des eingebauten Verstärkers wird vom R2FX Empfänger über das Antennenkabel geliefert. Ich habe bisher noch keine Zeit gehabt, die umlaufenden Satelliten zu empfangen, aber ich werde so bald wie Ergebnisse vorliegen weiter berichten.
Erwin Born aus unserer KAT-Runde hat diese Antenne ja glaub ich auch geordert, vielleicht können wir mal einen Praxistest zusammen machen.

Test-Segeln Lagoon 420 in Barcelona

Die letzten 5 Tage in Barcelona waren aufregend. Es ging in die Endphase der Begutachtung der Lagoon 420 "AQUA" für die Charterbasis in Rovinj, nachdem wir zusammen mit Frühjahr schon einige Tage vor Ort eine Besichtigung vorgenommen hatten. Diesmal war auch der amerikanische Eigner da und zeigte uns einen Tag lang sein liebevoll gepflegtes Schiff mit allen Details von Generator, Klimaanlage  all seinen Werkzeugen und Helferlein, die er mit dem Schiff an den neuen Eigner übergeben wird. Das Test-Segeln dann endlich am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes verlief sehr zufrieden stellend. Der Rumpf beim anschließenden Kranen zeigte sich ebenfalls einwandfrei. Allerdings hatten beim Test-Motoren die beiden 75-PS Yanmars Probleme, auf die erforderliche Maximal-Leistung zu kommen. Mit 6,5 Knoten Höchstgeschwindigkeit können wir das Schiff nicht im Juni nach Kroatien überführen, sondern hoffen alle miteinander, dass der YANMAR Werkskundendienst die Fehler kurzfristig finden und glaubhaft beseitigen kann.
Der Kauf bzw. Verkauf einer Lagoon ist nicht einfach. Erst ist fast unmöglich, bei dem derzeitigen geringen Angebot und gleichzeitig starker Nachfrage für Katamarane weltweit überhaupt einen gut gepflegten Multihull zu finden. Und dann gibt es selbst bei gut gepflegten gebrauchten Schiff dennoch Mängel, die man nicht sofort einschätzen kann. Der spanische Lagoon-Händler sagte, er hätte z.Zt. drei seriöse Anfragen für gebrauchte Lagoon 380. Wenn überhaupt welche verfügbar wären, hätte er sie garantiert in einem Monat verkauft, selbst 9 Jahre alte Charter-Versionen. Nun haben wir es bei "AQUA" mit einer nur 3 Jahre alten Eigner-Version zu tun mit gerade erst eingefahrenen Maschinen. Dennoch ist nicht klar, wo der Grund dafür ist, dass nicht mal 2800 Umdrehungen erreicht werden von den 3600 Maximum. Also, es bleibt spannend und ich hoffe, das sich alles zum Guten wendet und Peter (s.u.) für seine unermüdliche, beharrliche Verhandlung am Ende belohnt wird.
Ca. 16 Tonnen hängen am Lift, ein etwas mulmiges Gefühl.

Dienstag, 5. April 2011

Überführungstörn / Meilentörn Juni 2011 Mittelmeer / Adria mit Lagoon 420 Katamaran

Unsere Lagoon 380 "LIZA"  bekommt "Nachwuchs", nein, eher eine große Schwester: Im Juli 2011 wird die hier abgebildete wunderschöne Lagoon 420 unsere Charter-Basis in Rovinj verstärken. Mit erst knapp 300 Betriebsstunden ist dieses Schiff neuwertig und wird im Juni 2011 von Barcelona nach Kroatien überführt. Für den Überführungstörn ( ca. 2000 Seemeilen quer durchs Mittelmeer und die Adria) sind Mitsegler, Crew, Gäste für Meilentörns an Bord herzlich willkommen. Wer Interesse hat, gegen Bordkasse und moderate Kostenbeteiligung auch auf Teilstrecken (Mallorca, Menorca, Balearen, Korsika, Sardinien, Sizielien, Montenegro, Dalmatien, Kroatien, Istrien mitzusegeln, ist herzlich eingeladen, sich möglichst bald wegen der Routenplanung hier beim Skipper zu informieren.. links auf diesem Bild sitzend -->
Weitere Fotos von diesem Schiff sind hier in der Bildergalerie zu finden

Samstag, 19. März 2011

Japan-Tsunami auf dem Schiff

Viele Fragen bleiben in diesen Tagen offen, wie diese Katastrophe solche Ausmasse annehmen konnte, warum das Uvorstellbare eingetreten ist. Wie immer bei jeder Katastrophe, die aus der Kontrolle gerät, kamen mehrere Dinge zusammen, die in der Kombination nicht vorhergesehen wurden. Wer rechnet schon mit einer inzwischen verifizierten 23 m hohen Welle ! Die Folgen an Land sind unbeschreiblich. aber ist es auf dem Meer wirklich so viel "ungefährlicher" ?  Ich wurde oft in diesen Tagen gefragt: was macht ihr eigentlich an Bord, wenn.... Viele Berichte waren zu hören, zu lesen. Wir haben die Tsunami-Warnungen verfolgt auf NAVTEX, wie auch auf den guten websites http://ptwc.weather.gov/ sowie vom ITIC hier.. Lebensgefährlich wurde der Tsunami erst beim Eintreffen in seichteren Küstenregionen. Es ist interessant, wie verhältnismässig ungefährlich die Welle vom Schiff aus wahrgenommen wird. Das folgende Video zeigt die beiden Japan-Tsunami-Wellen und wie die beältigt wurden. Wer die 10 Minuten nicht komplett sehen möchte, kann vorspringen auf 4 bzw. 6 Minuten.

Freitag, 11. März 2011

Törnvorbereitungen in St. Moritz

Wir geniessen ein traumhaftes Wochenende bei Christine und Thomas in St. Moritz. Das Photo oben ist der Blick aus ihrem Wohnzimmer! Die Berge überwaeltigen uns ebenso wie die Freude darueber, die beiden in ihrem "Hotel-Alltag" zu erleben. Natürlich planen wir auch unseren gemeinsamen Mai-Törn ab Rovinj, und nicht zuletzt steht das Thema Atlantikueberquerung naechstes Jahr immer auch im Raum, denn Thomas kommt auf jeden Fall mit. Fuer morgen Abend hat er ein Treffen mit weiteren Segelbegeisterten arrangiert, die ebenfalls schon laenger eine solche Langfahrt im Kopf haben. Mehr dazu spaeter. Das iPhone ist in ein paar Funktionen beschraenkt, aber immerhin ist es ueberhaupt moeglich, direkt mit Photo zu posten.
Das Hotel Chesa Spuondas, in dem Thomas & Christine oben wohnen. Für uns das schönste Haus in St. Moritz!


Photo aus www.alpenbahnen.net/
Wir sind wieder zu Haus angekommen. Es ist zwar eine lange Reise für 4 Tage, aber sehr lohnend. Nach Zürich geht es aus dem Rheinland schnell, aber dann dauert es noch fast 4 Stunden bis nach St. Moritz, weil die Züge nur sehr langsam fahren können. Dafür gibt es viel zu sehen auf dieer Strecke ins Engadin.  Und wir konnten die Erlebnisse noch nachwirken lassen, z.B. das Treffen mit Segelfreunden von Thomas im Hotel Stille, das er managed. Es bestand großes Interesse am Katamaran-Segeln und der Atlantik-Überquerung. Fast machen wir uns schon Gedanken, was zu tun ist, wenn alle mitkommen möchten. Wir werden wohl ein weiteres Treffen veraanstelten und weitere Schiffe mit einbeziehen. Wir wollen ja ohnehin in Funk-Hörweite miteinander über den Teich segeln. Es war also eine fröhliche Runde mit einem erfahrenen Kfz-Mechaniker, einem Pfarrer und einem Arzt. Natürlich haben wir gewitzelt, wer am wichtigsten an Bord wäre. Und glücklicherweise mussten wir uns nicht entscheiden. Enrico, der Arzt, möchte diesen Herbst mit an Bord kommen und Crew und Cat kennenlernen. Es ist immer wieder interessant, wie schnell sich Segler mögen, obwohl sie sich noch nie vorher gesehen haben. Innerhalb von Minuten waren wir nicht nur beim "Du" ,  sondern  teilten Lebensgeschichten miteinander und besprachen ganz konkret, wie wir uns die Fahrt in die Karibik miteinander vorstellen. Danke noch mal Thomas für die Zusammenführung und überhaupt Euch beiden für die (Gast-)Freundschaft !

Montag, 7. März 2011

Ungeziefer Vernichtung

Es ist kein angenehmes Thema, aber eins, das alle betrifft, die nicht in Gebieten segeln, wo Frost den unerwünschten Tierchen wie Kakerlaken etc. Einhalt gebietet. Dieses Thema hat in den Foren diverse Segler schon zum Wahnsinn gebracht. Alle ungiftigen Fallen haben nichts genützt, auch das gründliche in Salzwasser waschen aller Gläser, Konserven, Obst etc hat ebenso wie das Entfernen von Etiketten, Eierkartons, Umverpackungen nicht verhindern können, dass Kakerlaken an Bord kamen. In manchen Häfen werden regelmässig die Festmacher-Leinen und Fender desinfiziert, dabei können die Viecher aber doch fliegen !!. 
Also, um es zusammen zu fassen: Was wirklich hilft ist COMBAT, in den südlicheren Regionen zu kaufen, auch bei ebay USA, Walmart etc.  Aber wo kann man es in Deutschland kaufen? Ich habe nichts gefunden bei erweiterter Suche in ebay D. Bleibt uns nur das altbewährte Hausmittel BOHRSÄURE (boric acid) in Pulverform. Dies ist für Menschen absolut ungiftig. Es wurde früher sogar auf Wunden aufgebracht für eine schnellere Heilung. Diese Bohrsäure tötet Kakerlaken zwar nicht aber es sterilisiert sie. Das heisst sie vermehren sich nicht mehr und sterben nach einiger Zeit aus.
Wenn jemand das Combat Gel irgendwo in Deutschland findet, um es vorbeugend mit auf Langfahrt zu nehmen, schreibt mir bitte unter diesem Post einen Kommentar. Danke!