Samstag, 18. Juni 2011

Reparatur und Crew-Wechsel auf Katamaran Aqua auf Sizilien

Nun ist es aber an der Zeit, einen Zwischen-Lagebericht abzugeben. Dazu komme ich nun endlich, nachdem ich 2 Stunden durch die Stadt gelaufen bin, um einen ital. Internet-Stick zu kaufen, weil es uns sozusagen an Siziliens Westküste verschlagen hat, naja, nicht als Treibholz, sondern immerhin noch mit einem funktionierenden Antrieb. Erst im Hafen von Trapani, einer sehr lebendigen Küstenstadt im NW der Insel, stellte sich die eigentliche Ursache heraus: ein defekter Propeller. WIr bekamen ca. 100 Seemeilen vor Sizilien von Sardinien aus gestartet plötzlich ziemlich heftigen , wieder mal nicht vorher gesagten Wind mit einer 2-3 m Welle, waren gezwungen, das 2. Reff zu binden, als sich der 16 Tonnen schwere Katamaran trotz 2 x 75 PS nicht mehr gegen den Wind drehen ließ. Nachdem uns das gelungen war und später der Wind nachließ, wollte ich doch wissen, ob da vielleicht etwas mit den Schrauben nicht in Ordnung ist. Ein ausgedehnter Tauchgang mit dem kleinen Kompressor an Bord (Freediver) kam mit über 1000 m Wassertiefe unter mir und unzähligen herumspringenden kleineren Thunfischen nicht in Frage, aber mit Schnorchel und Brille allein konnte ich fühlen, dass der Propeller der Steuerbordmaschine erhebliches Spiel auf der Antriebswelle hatte, die Sicherungsschrauben aber alle angezogen waren. Ein Zerlegen und evtl. Verlieren von Spezialschrauben war zu riskant, also fuhren wir die nächste Nacht mit einer Maschine weiter. Vom nächstgelegenen Hafen Tripani hatten wir vorher noch nie etwas gehört, es ist auch überhaupt keine Touristenstadt, sondern eine typisch sizilianische Fischerei-Hochbur mit großem Fährhafen, Flughafen, und vor allem: ein 80 Tonnen Travellift, der die 7,50m breite Lagoon 420 überhaupt herausholen könnte.
Unser Standort bis voraussichtlich 21. Juni

Erschrocken vom Preis (über 1000 Euro) bot der sehr hilfsbereite Francesco (Betreiber von 3 Schwimmstegen) erst mal ein Tauchgang im Hafen an und erst nach einigem Telefonieren mit Yanmar bzw. seinen Serviceleuten stellte sich heraus, warum die Rückseite des Propellers sich ca 4 mm in die Zinkanode hineingedreht hatte. Anders als bei Aussenborder-Propellern gibt es keinen Splint zur Sicherung der Schraube, die bei Grundberührung abscheren und so das Getriebe schützen, sondern dieser Propeller ist mit einer geklebten Kunststoffscheibe versehen, die bei Fremdberührung vom Propeller innen abreisst. Nach einer Weile wird dann der verbleibende Teil im Propeller so heiss beim Durchdrehen, dass der Propeller auf der Achse hin und her rutschen kann. Es muss also irgendetwas passiert sein mit dem Schiff, bevor wir in Barcelona am 8. Juni losgefahren sind. Ja, und nun warten wir auf einen Ersatzpropeller, der Anfang nächster Woche eintreffen wird. Da wir unter diesen Bedingungen stark eingeschränkt in der Manövrierbarkeit nicht planmässig nach Palermo weiterfahren wollten, ist Thomas heute mit dem Bus nach Palermo gefahren und unser nächstes Crewmitglied hat umgebucht.
Diese Erfahrung hat einmal mehr gezeigt, dass man Langfahrtsegeln kaum planen kann, viel Flexibilität auf allen Seiten verlangt wird, und dass ein Katamaran mit 2 Motoren erhebliche Sicherheitsvorteile hat. Nicht bestätigt hat sich die Hoffnung, man würde nicht seekrank wegen der stabilen Lage. In den ersten Tagen hatten wir wenig Wind und hohe Dünungswellen, so dass wir stundenlang, teils nächtelang motoren mussten. Und dabei ist nicht nur Thomas, Peter und mir See-erfahrenen schlecht oder zumindest "mulmig" im Magen geworden, sondern Jan hat zunehmend lange Stunden gelitten und die Fische gefüttert, so das wir ihn eher in seiner Entscheidung unterstützt haben, uns auf Sardinien zu verlassen. Mir tat es sehr leid, weil ich ihn sehr gern dabei hatte, auch ohne dass er uns seglerisch oder bei Nachtwachen entlasten konnte, aber wegen der guten Laune und harmonisierenden Wirkung, seiner tollen Fotos und nicht zuletzt wegen der guten Gespräche mit ihm. Der Törn hat wichtige Erkenntnisse gebracht und er hat es nicht bereut.
Auch das ist für mich neu beim Langfahrtsegeln, dass immer wieder Abschied von schönen Häfen und Inseln, aber besonders von vertraut gewordenen Menschen dabei ist, die eine Leere zurück lassen, wenn sie wieder von Bord gehen. Man hat sich auf engem Raum tagelang und nächtelang in ungewöhnlichen Situationen erlebt, hat Kompromisse miteinander gefunden, jeden mit seinen Individuellen Fähigkeiten schätzen gelernt, und dann gehen sie wieder in ihr Alltagsleben, tun "wichtige Dinge", Arbeiten, Aufträge etc., all das, worüber sich Menschen nicht unerheblich definieren und Selbstvertrauen daraus ziehen. Dann frag ich mich unweigerlich, was ich gerade tue, ob es nicht wichtiger wäre, bei meiner Familie zu sein, wo gerade allerhand Umbrüche passieren, jeder seinen Weg sucht, Gespräche stattfinden, an denen ich jetzt nicht teilhaben kann, weil ich auf einen dämlichen Propeller warte, um dann das Schiff weiter zu überführen. Und ist das letztlich eine wichtige Aufgabe? Was ist wichtig im Leben? Ich stelle mich auf einen neuen Lebensabschnitt ein, und alle Erfahrung, die ich auf tausenden von Seemeilen z.Zt. sammle, machen mich sicherer für unsere Pläne nächstes Jahr. Doch, das ist wichtig.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Positionsseite gelöscht

Leider funktioniert das Aktualisieren unseres Standortes über sat2twitter.com z.Zt. einfach zu unzuverlässig, besorgt eher wegen völlig falscher Positionen, als das es jemandem nützt. Deshalb habe ich bis auf Weiteres diese Seite gelöscht

Samstag, 4. Juni 2011

Ein Traum von Segel

Es bleibt mir kurz die Luft weg, wenn der Bergeschlauch vom Parasailor hochgezogen wird und der Wind das 105 qm Segel öffnet. Mit Thomas und Christine an Bord konnten wir wenigstens an einem Tag das Vergnügen haben, auch mal den maximalen Halbwind-Einfallswinkel auszuprobieren, der bei etwa 100° lag. Schade dass wir es bei diesem einen Tag belassen mussten, weil der Wind in 4-6 Knoten keinen Spaß mehr machte.

Offen bleibt die Frage, ob man wegen Belastung der Wanten das Großsegel zusätzlich oben lässt. Geschwindigkeit bringt es nach meiner Meinung nicht zusätzlich. Aber dafür die Gefahr des Halsens.

Das Bergen müssen wir bei mehr Wind noch üben. Beim Kat hat man ja seitlich der Rollfock gut Platz auf dem Trampolin. Nur bei Böen will sich das Segel oben um die Saling drehen. Dazu ein Tipp:
Beim Bergen beide Diesel anwerfen und "Vollgas" geben.  Der Auto(wind)pilot hält Kurs. Der Druck im Parasailor wird entspechend gering, da die Diesel die Rumpfgeschwindigkeit auch leicht übertreffen. Der Bergeschlauch läßt sich leicht über das Segel ziehen, wenn wir mal von dem Moment absehen, wo der Flügel dran kommt. Da muss ich meine Kilos schon reinhängen.

Danke für die Photos, Christine :-)

Freitag, 3. Juni 2011

weltweites Datemroaming ohne Grundgebühr für 0,59 Euro pro MB

Einem Tipp von meiner lieben Frau sowie Jan folgend habe ich mir für die vielen Meilen durch 7 unterschiedliche Länder für den Überführungstörn eine SIM-Karte für meinen unlocked USB Surfstick gekauft für 9,90 Euro von Telekom Austria AG, Obere Donaustraße 29, 1020 Wien
Mit abroadband surfen kostet nur pro wirklichem Gebrauch ohne monatliche Grundgebühr  € 0,59 pro MB im Ausland und ist somit bis zu 80 % günstiger! Überzeugt Euch selbst und seht in der Vergleichsapplikation, wie viel abroadband im Vergleich zum Standardroamingpreis im Ausland billiger ist.
Die Karte ist auch im iPhone, iPad, anderen Smartphones oder Slots von Laptops einsetzbar, wo immer ein Mobilfunknetz erreichbar ist. Es gibt auch Micro-Karten sowie Kompettangebot mit Surfstick. Mein entsperrter USB-Stick von der Telekom funktioniert reibungslos mit meinem Macbook Pro und der angebotenen Software Dashboard.

Hier die Liste der Länder, in dennen man abroadband verwenden kann:

Mittwoch, 1. Juni 2011

vorläufiger Törnplan für Überführung Lagoon 420 AQUA von Barcelona nach Rovinj Törnplan


















Knoten Tag
5 24 5,6
Abfahrt Etappe von nach Ankunft Strecke Strecke kum. Fahrzeit Fahrstd. kum. Diesel
sm sm h h l
07.06.11 08:00 1 Premia del Mar Mao, Menorca 08.06.11 14:00 147 147 29,40 1,2 164,64
09.06.11 05:00 3 Mao, Menorca Calasetta,Sadinien S.177 10.06.11 21:00 199 346 39,80 1,7 69,20 387,52
11.06.11 Calasetta,Sadinien S.177 Calasetta,Sadinien S.177
12.06.11 07:00 3 Calasetta,Sadinien S.177 Villasismus S.184 12.06.11 21:00 71 417 14,20 0,6 83,40 467,04
13.06.11 09:00 4 Villasismus S.184 San Vito Lo Capo, S 361 14.06.11 18:00 164 581 32,80 1,4 116,20 650,72
15.06.11 San Vito Lo Capo, S 361 San Vito Lo Capo, S 361 0,0
16.06.11 13:00 5 San Vito Lo Capo, S 361 Lipari 17.06.11 11:00 109 690 21,80 0,9 138,00 772,80
18.06.11 08:00 6 Lipari Crotone, S. 345 19.06.11 20:00 180 870 36,00 1,5 174,00 974,40
20.06.11 Crotone, S. 345 Crotone, S. 345 870 0,00 0,0 174,00
21.06.11 06:00 8 Crotone, S. 345 Gouvia, Korfu 22.06.11 16:00 168 1038 33,60 1,4 207,60 1162,56
23.06.11 Gouvia, Korfu Gouvia, Korfu 1038 0,00 0,0 207,60
24.06.11 Gouvia, Korfu Gouvia, Korfu 1038 0,00 0,0 207,60
25.06.11 04:00 9 Gouvia, Korfu Otranto, Italien 26.06.11 22:00 87 1125 17,40 0,7 225,00 1260,00
27.06.11 Otranto, Italien Otranto, Italien 1125 0,00 0,0 225,00
28.06.11 08:00 10 Otranto, Italien Korcula 29.06.11 21:00 190 1315 38,00 1,6 263,00 1472,80
01.07.11 Korcula Korcula 1315 0,00 0,0 263,00
02.07.11 08:00 11 Korcula Korcula 02.07.11 18:00 47 1362 9,40 0,4 272,40 1525,44
03.07.11 09:00 12 Korcula Maslinica 03.07.11 18:00 57 1419 11,40 0,5 283,80 1589,28
04.07.11 09:00 13 Maslinica Tisno 04.07.11 17:00 36 1455 7,20 0,3 291,00 1629,60
05.07.11 10:00 14 Tisno OPĆINA PAŠMAN 05.07.11 15:00 23 1478 4,60 0,2 295,60 1655,36
06.07.11 08:00 15 OPĆINA PAŠMAN Susag 06.07.11 18;00 53 1531 10,60 0,4 306,20 1714,72
07.07.11 09:00 16 Susag Pula 07.07.11 17:00 37 1568 7,40 0,3 313,60 1756,16
08.07.11 12:00 18 Pula Rovinj 08.07.11 18:00 19 1587 3,80 0,2 317,40 1777,44 1,12
Mittelwert 120 sm/d
eff. Fahrzeit 13,23 Tage
Reisezeit 31,00 Tage
mögliche Rückflüge/Tage/Abflughäfen nach Köln/Bonn, Weeze oder Hannover

Volvo Motoren überarbeitet und Webasto Heizung installiert

Ein erfreulicher Anblick sind die general überholten Volvo Motoren. Nicht nur der Klang und die deutlich spürbar bessere Leistung ist ein Genuss, sondern auch das Aussehen.  Ich habe mal aktuelle Bilder hier hochgeladen, auf dem untersten die Webasto Standheizung an der Innenseite des Backbordrumpfes im Motorraum montiert und über Hohlräume draussen unter der Sitzecke isoliert in den Steuerbord-Rumpf hinüber geführt, so dass der Salon innen und 3 Kojen sehr effizient beheizbar sind mit einer Air Top Evo 3900.



rechts mit "Stoff" umwickelt die Abluft zum Auspuff

Viel unterwegs

Ich bin z.Zt. so viel im Mittelmeer unterwegs, dass ich kaum dazu komme, den Blog weiterzuschreiben. Habt etwas Geduld mit mir, es wird wieder mehr....

Das Törn-Planen mit Crew für immer wieder 1 oder 2 WOCHEN ist ganz schön "Arbeit" ist. Ich hör Euch schon mitleidig "ooooohhh, der arme" sagen. Ja, ist schwer vermittelbar, aber glaubt mir, ich freu mich jetzt richtig auf ein paar Tage zu Hause, bevor es dann am 6. Juni wieder los geht mit der Überführung der Lagoon 420 von Barcelona nach Istrien. Bis Korfu keine Einzelkoje, sondern teile sie mir mit einem Crewmitglied. Hätte nicht gedacht, dass man doch wenigstens diese knapp 4 qm Privatspähre dringend braucht, wenn man sich tagelang "auf der Pelle hockt" Sollte man als Skipper vlt. doch auf "Einzelbett" bestehen? Naja, werd es überleben.

Ich habe viele schöne Erfahrungen gemacht in den letzten 5 Wochen auf See, insbesondere Freundschaft und Partnerschaft auf dem Schiff zu leben. Man muss sich natürlich aufeinaner einstellen, aber gemeinsame Erlebnisse, Begeisterung, Überwindung von Stürmen etc. zu teilen und mitzuteilen ist sehr anregend!

Wie immer gab es natürlich auch Reparaturen, die ich nur kurz anschneiden möchte, falls sie interessieren. Ich habe zum wiederholten Mal den Motorenraum-Lüfter erneuern müssen. Keine Ahnung, warum das Ding immer wieder schlapp macht und dann auch die Überhitzungs-Lampe bzw. Signal aktiviert. Darüber hinaus haben wir die Gashebel erneuert, nun haben beide Schalthebel exakt die gleiche Position vorwärts wie rückwärts, können also mit einer Hand beide bedient werden.

Ein echter Lagoon- Konstruktionsfehler ist auch behoben. Bei raumen Winden lies es sich trotz Traveller-Optimierung etc. nicht vermeiden, dass die Großschot immer wieder am Bimini scheuerte, insbesondere bei Sturm. Nun habe ich den Block am Baum ein gutes Stück weiter nach hinten versetzt und siehe da, es scheuert nichts mehr. Leider bleibt es nicht erspart, das ein Jahr alte Bimini wieder abzubauen und eine Verstärkung aufnähen zu lassen.

Hier sieht man noch die alten Löcher im Baum links von den Rollen

Donnerstag, 28. April 2011

Wetterdaten-Empfang Iridium und Wetterwelt Grib-file Abo

Für die Überführung habe ich die GRIB-View 2 Software von wetterwelt.de (Meeno Schrader) mit  CRUISING PREMIUM PLUS für ein Jahr sowie einen Iridium Tel- und Datenvertrag "Crew Calling" für 12 Monate abgeschlossen für 240 Euro. Damit zahlen wir dann nur noch, was wir wirklich an Air-Time verbrauchen und nicht z.B. 70 Minuten einer Prepaidkarte für 169 Euro, die nach einem Monat dann ungültig sind, ob Minuten verbraucht wurden oder nicht.
Ich habe mich vor allem für einen Festvertrag entschieden , also gegen Prepaid , weil im Notfall 70 Min (oder was dann davon noch übrig ist) schnell verbraucht sein können, und dann muss man erst den Provider anrufen (über SAT) und weitere 170 Euro aufschalten lassen, um wieder telefonieren zu können. Das ist inakzeptabel, zumal gegen Ende des Monats-Törns die Minuten sehr knapp werden und man entweder sparsam keine Wetterdaten mehr lädt (nicht gut..) um noch Notfall-Restminuten übrig zu halten, oder wieder Minimum 169 Euro ausgeben muss für weitere Minimum-70 Min. Weitere Infos zu diesem Crew- Calling Vertrag direkt über USA ggf. bei mir anfragen.
Preise in US-Dollar:
Aktivierungsgebühr $30,00
Sprach Mailbox, eingehende Gespräche und SMS $0,00
Monatliche Gebühr $28,00
Gespräche zu Festnetz und Mobilfunk $1,35 / Minute
Gebühr für Vertragsbeendigung $15,00
Gespräche zu Iridium $0,80 / Minute
Datenverbindung zu Iridium $1,35 / Minute
Gespräche zu anderen Satellitennetzen $9,95 / Minute
Abfrage Sprachmailbox $0,80 / Minute
SMS Versand $0,50 / SMS
Eingehende Gespräche über “Iridium 2 stage dialing access” $1,60 / Minute
Die Abrechnung erfolgt im 20 Sekunden Takt.

Der "Nachteil" einer Crew-Calling Karte zu einer normalen Vertrags-Karte besteht darin, dass anstelle der "00" bzw. "+" in der Internationalen Vorwahl "698" gewählt wird.
Deutschland hat dann die Vorwahl "698-49", Österreich "698-43", Schweiz "698-41"...
Dafür können Mitreisende Telefonkarten (Rubbelkarten) kaufen, die mit 20 Minuten Gesprächsguthaben geladen sind und somit auf eigene Kosten/Abrechnung das Equipment mitbenutzen.




Es ist eine ewige Disskussion, ob Wetterdaten, Gribfiles und emails besser über SSB-Funk mit Pactor via Sailmail, Winlink, Airmail etc empfangen werden, oder ob diese teure, aufwändige Anlage überhaupt noch nötig ist im Zeitalter von Iridium. Darüber werde ich später noch mal Details schreiben, zur Zeit sind mir die 5-6000 Euro inclusive Einbau zu teuer. Und monatliche Gebühren fallen auch via SSB an, wenn man nicht Amateurfunker ist. Um DSC Seenotsignale mit Kurzwelle übertragen zu können ist ein prof. Seefunk-Gerät wie das ICOM 801e nötig, das nach Aussage von ICOM erheblich besser gegen Salzwasser gekapselt ist, als Amateurfunk-Geräte wie das ICOM 718. Dieses müsste man komplett mit WET-PRotect Spray versiegeln. Dazu weitere Infos hier

NOAA Wettersatelliten Antenne

Ich habe kürzlich das Pilotmuster eines Mini Kreuzdipol von Peter Denzer erhalten, ein kleiner und handlicher, in Sekunden aufgebauter Mini-Kreuzdipol für NOAA- WetterSat-Empfang mit eingebautem +18db Ultra-Low-Noise (<1.0db) Preamplifier/Verstärker. Damit ist diese kleine Antenne sogar Kreuzdipols oder QFH Antennen wie der Turnstile in der Signalstärke überlegen.
Präziser Empfang dank rechtsdrehender Polarisation, klein, leicht und in Sekunden aufgebaut. Ideal für die Segelyachten, da absolut seewasserfeste Ausführung, stabiles UV- und Säurebeständiges Gehäuse mit umlaufender Dichtung. TNC-Antennen und einzeln abgedichtete Antennenanschlüsse mit Gummidichtungen. Die Fernspeisung des eingebauten Verstärkers wird vom R2FX Empfänger über das Antennenkabel geliefert. Ich habe bisher noch keine Zeit gehabt, die umlaufenden Satelliten zu empfangen, aber ich werde so bald wie Ergebnisse vorliegen weiter berichten.
Erwin Born aus unserer KAT-Runde hat diese Antenne ja glaub ich auch geordert, vielleicht können wir mal einen Praxistest zusammen machen.

Test-Segeln Lagoon 420 in Barcelona

Die letzten 5 Tage in Barcelona waren aufregend. Es ging in die Endphase der Begutachtung der Lagoon 420 "AQUA" für die Charterbasis in Rovinj, nachdem wir zusammen mit Frühjahr schon einige Tage vor Ort eine Besichtigung vorgenommen hatten. Diesmal war auch der amerikanische Eigner da und zeigte uns einen Tag lang sein liebevoll gepflegtes Schiff mit allen Details von Generator, Klimaanlage  all seinen Werkzeugen und Helferlein, die er mit dem Schiff an den neuen Eigner übergeben wird. Das Test-Segeln dann endlich am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes verlief sehr zufrieden stellend. Der Rumpf beim anschließenden Kranen zeigte sich ebenfalls einwandfrei. Allerdings hatten beim Test-Motoren die beiden 75-PS Yanmars Probleme, auf die erforderliche Maximal-Leistung zu kommen. Mit 6,5 Knoten Höchstgeschwindigkeit können wir das Schiff nicht im Juni nach Kroatien überführen, sondern hoffen alle miteinander, dass der YANMAR Werkskundendienst die Fehler kurzfristig finden und glaubhaft beseitigen kann.
Der Kauf bzw. Verkauf einer Lagoon ist nicht einfach. Erst ist fast unmöglich, bei dem derzeitigen geringen Angebot und gleichzeitig starker Nachfrage für Katamarane weltweit überhaupt einen gut gepflegten Multihull zu finden. Und dann gibt es selbst bei gut gepflegten gebrauchten Schiff dennoch Mängel, die man nicht sofort einschätzen kann. Der spanische Lagoon-Händler sagte, er hätte z.Zt. drei seriöse Anfragen für gebrauchte Lagoon 380. Wenn überhaupt welche verfügbar wären, hätte er sie garantiert in einem Monat verkauft, selbst 9 Jahre alte Charter-Versionen. Nun haben wir es bei "AQUA" mit einer nur 3 Jahre alten Eigner-Version zu tun mit gerade erst eingefahrenen Maschinen. Dennoch ist nicht klar, wo der Grund dafür ist, dass nicht mal 2800 Umdrehungen erreicht werden von den 3600 Maximum. Also, es bleibt spannend und ich hoffe, das sich alles zum Guten wendet und Peter (s.u.) für seine unermüdliche, beharrliche Verhandlung am Ende belohnt wird.
Ca. 16 Tonnen hängen am Lift, ein etwas mulmiges Gefühl.

Dienstag, 5. April 2011

Überführungstörn / Meilentörn Juni 2011 Mittelmeer / Adria mit Lagoon 420 Katamaran

Unsere Lagoon 380 "LIZA"  bekommt "Nachwuchs", nein, eher eine große Schwester: Im Juli 2011 wird die hier abgebildete wunderschöne Lagoon 420 unsere Charter-Basis in Rovinj verstärken. Mit erst knapp 300 Betriebsstunden ist dieses Schiff neuwertig und wird im Juni 2011 von Barcelona nach Kroatien überführt. Für den Überführungstörn ( ca. 2000 Seemeilen quer durchs Mittelmeer und die Adria) sind Mitsegler, Crew, Gäste für Meilentörns an Bord herzlich willkommen. Wer Interesse hat, gegen Bordkasse und moderate Kostenbeteiligung auch auf Teilstrecken (Mallorca, Menorca, Balearen, Korsika, Sardinien, Sizielien, Montenegro, Dalmatien, Kroatien, Istrien mitzusegeln, ist herzlich eingeladen, sich möglichst bald wegen der Routenplanung hier beim Skipper zu informieren.. links auf diesem Bild sitzend -->
Weitere Fotos von diesem Schiff sind hier in der Bildergalerie zu finden

Samstag, 19. März 2011

Japan-Tsunami auf dem Schiff

Viele Fragen bleiben in diesen Tagen offen, wie diese Katastrophe solche Ausmasse annehmen konnte, warum das Uvorstellbare eingetreten ist. Wie immer bei jeder Katastrophe, die aus der Kontrolle gerät, kamen mehrere Dinge zusammen, die in der Kombination nicht vorhergesehen wurden. Wer rechnet schon mit einer inzwischen verifizierten 23 m hohen Welle ! Die Folgen an Land sind unbeschreiblich. aber ist es auf dem Meer wirklich so viel "ungefährlicher" ?  Ich wurde oft in diesen Tagen gefragt: was macht ihr eigentlich an Bord, wenn.... Viele Berichte waren zu hören, zu lesen. Wir haben die Tsunami-Warnungen verfolgt auf NAVTEX, wie auch auf den guten websites http://ptwc.weather.gov/ sowie vom ITIC hier.. Lebensgefährlich wurde der Tsunami erst beim Eintreffen in seichteren Küstenregionen. Es ist interessant, wie verhältnismässig ungefährlich die Welle vom Schiff aus wahrgenommen wird. Das folgende Video zeigt die beiden Japan-Tsunami-Wellen und wie die beältigt wurden. Wer die 10 Minuten nicht komplett sehen möchte, kann vorspringen auf 4 bzw. 6 Minuten.

Freitag, 11. März 2011

Törnvorbereitungen in St. Moritz

Wir geniessen ein traumhaftes Wochenende bei Christine und Thomas in St. Moritz. Das Photo oben ist der Blick aus ihrem Wohnzimmer! Die Berge überwaeltigen uns ebenso wie die Freude darueber, die beiden in ihrem "Hotel-Alltag" zu erleben. Natürlich planen wir auch unseren gemeinsamen Mai-Törn ab Rovinj, und nicht zuletzt steht das Thema Atlantikueberquerung naechstes Jahr immer auch im Raum, denn Thomas kommt auf jeden Fall mit. Fuer morgen Abend hat er ein Treffen mit weiteren Segelbegeisterten arrangiert, die ebenfalls schon laenger eine solche Langfahrt im Kopf haben. Mehr dazu spaeter. Das iPhone ist in ein paar Funktionen beschraenkt, aber immerhin ist es ueberhaupt moeglich, direkt mit Photo zu posten.
Das Hotel Chesa Spuondas, in dem Thomas & Christine oben wohnen. Für uns das schönste Haus in St. Moritz!


Photo aus www.alpenbahnen.net/
Wir sind wieder zu Haus angekommen. Es ist zwar eine lange Reise für 4 Tage, aber sehr lohnend. Nach Zürich geht es aus dem Rheinland schnell, aber dann dauert es noch fast 4 Stunden bis nach St. Moritz, weil die Züge nur sehr langsam fahren können. Dafür gibt es viel zu sehen auf dieer Strecke ins Engadin.  Und wir konnten die Erlebnisse noch nachwirken lassen, z.B. das Treffen mit Segelfreunden von Thomas im Hotel Stille, das er managed. Es bestand großes Interesse am Katamaran-Segeln und der Atlantik-Überquerung. Fast machen wir uns schon Gedanken, was zu tun ist, wenn alle mitkommen möchten. Wir werden wohl ein weiteres Treffen veraanstelten und weitere Schiffe mit einbeziehen. Wir wollen ja ohnehin in Funk-Hörweite miteinander über den Teich segeln. Es war also eine fröhliche Runde mit einem erfahrenen Kfz-Mechaniker, einem Pfarrer und einem Arzt. Natürlich haben wir gewitzelt, wer am wichtigsten an Bord wäre. Und glücklicherweise mussten wir uns nicht entscheiden. Enrico, der Arzt, möchte diesen Herbst mit an Bord kommen und Crew und Cat kennenlernen. Es ist immer wieder interessant, wie schnell sich Segler mögen, obwohl sie sich noch nie vorher gesehen haben. Innerhalb von Minuten waren wir nicht nur beim "Du" ,  sondern  teilten Lebensgeschichten miteinander und besprachen ganz konkret, wie wir uns die Fahrt in die Karibik miteinander vorstellen. Danke noch mal Thomas für die Zusammenführung und überhaupt Euch beiden für die (Gast-)Freundschaft !

Montag, 7. März 2011

Ungeziefer Vernichtung

Es ist kein angenehmes Thema, aber eins, das alle betrifft, die nicht in Gebieten segeln, wo Frost den unerwünschten Tierchen wie Kakerlaken etc. Einhalt gebietet. Dieses Thema hat in den Foren diverse Segler schon zum Wahnsinn gebracht. Alle ungiftigen Fallen haben nichts genützt, auch das gründliche in Salzwasser waschen aller Gläser, Konserven, Obst etc hat ebenso wie das Entfernen von Etiketten, Eierkartons, Umverpackungen nicht verhindern können, dass Kakerlaken an Bord kamen. In manchen Häfen werden regelmässig die Festmacher-Leinen und Fender desinfiziert, dabei können die Viecher aber doch fliegen !!. 
Also, um es zusammen zu fassen: Was wirklich hilft ist COMBAT, in den südlicheren Regionen zu kaufen, auch bei ebay USA, Walmart etc.  Aber wo kann man es in Deutschland kaufen? Ich habe nichts gefunden bei erweiterter Suche in ebay D. Bleibt uns nur das altbewährte Hausmittel BOHRSÄURE (boric acid) in Pulverform. Dies ist für Menschen absolut ungiftig. Es wurde früher sogar auf Wunden aufgebracht für eine schnellere Heilung. Diese Bohrsäure tötet Kakerlaken zwar nicht aber es sterilisiert sie. Das heisst sie vermehren sich nicht mehr und sterben nach einiger Zeit aus.
Wenn jemand das Combat Gel irgendwo in Deutschland findet, um es vorbeugend mit auf Langfahrt zu nehmen, schreibt mir bitte unter diesem Post einen Kommentar. Danke!

Dienstag, 22. Februar 2011

Radarreflektor

http://www.theradarreflectorsite.org/graphics/PlastimoTube.jpg

Zwar gibt es keine Vorschriften für Freizeitboote, aber wer einmal erlebt hat, wie wenig man von einem Segelschiff auf dem Radarschirm z.B. eines Containerschiffes sieht, macht sich doch Gedanken, wie man das verbessern kann. Zudem verwenden die Berufsschiffe (ab 300 BRT) paralleles X- und S-Band, die unterschiedlich auf Radarreflektoren reagieren. Bei Regen und Nebel wird die Empfindlichkeit meist herunter geregelt, weil man sonst nur Gries auf dem Radarschirm sieht. Dabei werden nicht selten die kleinen Sportboote weg gefiltert. Es ist ferner bekannt, das Kapitäne großer Berufsschiffe den Radar-Alarm gern "unempfindlicher" stellen, damit es nicht so häufig zu Fehlalarm kommt.
Was kann man also als Freizeitkapitän tun, um gesehen zu werden?
TriLens
Tri Lens
http://www.theradarreflectorsite.org/graphics/PlastimoOctahedral.jpgEs gibt auf dem Markt aktive und passive Reflektoren, die den auftreffenden Radar-Strahl einfach nur reflektieren oder ihn verstärken und zurück werfen.  Die passiven Metall-Teile als Röhren oder Octahedrals kennt jeder, ihre Wirkung ist allerdings begrenzt. Keiner erreichte in diversen Tests, die ISO-Vorschriften. Einer war nah dran: der Tri Lens Standard, mit 2,5 kg. ein Leichtgewicht, beim Herunterfallen viel ungefährlicher und zu einem erschwinglichen Preis von 137 Brit. Pfund. in GB erhältlich, oder in D. für 229 Euro (Busse Yachtshop)

http://shop.strato.de/WebRoot/Store7/Shops/289397/4B62/F468/F641/29BD/0A83/C0A8/2981/5B54/MaritimusActive-x2.jpg
Ein viel stärkeres Signal gibt der Aktive Radarreflektor ECHOMAX ACTIVE X  
Der Echomax "Active X" wurde entwickelt um Radar-Signale zu empfangen und als verstärktes Signal wieder zurück zu senden. Dieses erhöht die Wahrscheinlichkeit geortet zu werden und verringert somit das Risiko eines Zusammenstoßes und alarmiert entgegenkommende Schiffe. Antennenlänge 478 mm
Dieser ist für ca 429 Pfund bzw. 506 Euro in England (incl. Tax!, Kein Zoll von GB aus) oder für 699 Euro in D. erhältlich.  Er konnte in einem Vergleichstest einer englischen Zeitschrift (PBO 9/2009) mit überzeugenden Messdaten bestens abzuschneiden bei vernünftigem Preis-Leistungsverhältnis.


Eine Alternative wäre der Sea-Me
Diesen gibt es für das X-Band für 679,- in D. bzw. 459 Pfund = 542 Euro in England oder als Sea-me Dual Band,   Handbuch  in D. für 929,- incl. MwSt. Wem das zu viel Geld ist, kann vom Sea-me Hersteller in England überholte gebrauchte Geräte max. 4 Jahre alt, mit neuen Bedieneinheiten und 12 Monaten Garantie für 220 Pfund = 262 Euro + tax hier: Stoke Trister, Wincanton, Somerset BA9 9PL, England. Tel/Fax: 01963 34184

Wie alles auf der Welt haben die aktiven Geräte natürlich auch Nachteile:
1. sie brauchen Strom (können mit der abgebildeten Bedieneinheit abgestellt werden, wobei der Stromverbrauch von 10 mA im Standby und max. 30 mA bei der Detektion von mehreren Signalen ist so gering ist, dass er keine Rolle spielt.), funktionieren also bei Ausfall der Elektrik nicht mehr. 
2. sie können vom eigenen Radar ausgelöst werden, wenn sie nicht möglichst im Radarschatten hinter dem Mast platziert werden.
3. sie stören u.U. den Funk, insbesondere den KW-Funk
Wer sich mit dem Thema weiter auseinander setzen möchte, findet interessante Hinweise auf der engl. Seite www.theradarreflectorsite.org 

Anmerkung Nov 2011: wir haben letztlich den Echomax X-Band gekauft. Mehr hier....

Samstag, 12. Februar 2011

Tracking, Positionsverfolgung, Notruf

Es gibt es ausser den bekannten EPIRB´s Geräte mit einebautem GPS, die ebenfalls über Satellit kommunizieren und ebenfalls die SAR-Rettungsdienste alarmieren, wenn die HELP-Taste gedrückt wird, zusaätzlich aber Positionen im 10- Minuten-Takt in GoogleMaps eintragen und Nachrichten per email oder SMS versenden können. Das ist noch einfacher, als ein Satelliten-Iridium-Telefon zu bedienen und im unbegrenzten Umfang (vorprogrammierte emails mit aktuellen GPS-Positionen) im Jahresabo von 99 Euro enthalten, somit sicher günstiger, als der Daten (email-) Versand per Iridium, um den Daheimgebliebenen die Position zu übermitteln. Ausserdem muss man die Positionsangaben nicht mühsam von Hand schreiben, und so formatieren, dass ein Dienst wie Twitter hier in unserem BLOG die Position übertragen kann). Das geht vollautomatisch mit einem Tastendruck ("OK", s.u.)

Der Spot Satellite GPS Messenger ist ein GPS-gestütztes Gerät, welches dazu dient Koordinaten zu übermitteln und den zurückgelegten Weg anzuzeigen (Tracking). Der Spot ermöglicht es zwei unterschiedliche Nachrichten, die die genaue eigene Position enthalten, per Knopfdruck zu verschicken. Vorgesehen ist hierbei eine OK-Nachricht (online zu hinterlegen und individuell anzupassen) um einen im Vorfeld definierten Personenkreis per SMS oder Mail mitzuteilen, dass alles in Ordnung ist und eine Help-Nachricht, die entsprechend einen Hilferuf enthält. Außerdem kann im absoluten Notfall ein international gültiger Notruf abgesetzt werden, der eine Such- und Rettungsaktion auslöst.
Diese drei Funktionen sind durch drei unterschiedliche Tasten leicht voneinander zu trennen und zu nutzen und bieten somit die geniale Möglichkeit Freunde und Famile immer informiert zu halten und im Notfall schnell Hilfe zu rufen. Optional kann außerdem eine Tracking-Funktion eingerichtet werden, die über eine Online-Plattform die Möglichkeit bietet, die zurückgelegte Strecke nachzuverfolgen. Aufgrund dessen, dass das Spot via GPS arbeitet, hat es nahezu überall Empfang und kann Nachrichten senden, was z.B. beim Handy nur eingeschränkt funktioniert. Der Spot ist also ein Gerät, der im Fall der Fälle für eine schnellere Hilfe sorgen kann und die Daheimgebliebenen in Echtzeit informiert, ob alles in Ordnung ist.
So macht es z.B. die Familie auf dem Katamaran TAKE TWO deren Position aktuell hier vom Spot aufgezeichnet und vollautomatisch eingetragen wird.

Zur Zeit SONDERVERKAUF 119,- EURO !!!, in den USA teilweise 73 Euro (ebay)
  • GPS-gestützt und daher nahezu immer und überall einsatzfähig
  • Möglichkeit eine OK- und eine Hilfe-Nachricht mit vorverfasstem Text zu senden (SMS oder E-Mail)
  • Möglichkeit einen internationalen Notruf abzusetezen
  • Positionsübermittlung mit jeder Nachricht
  • optionales Tracking möglich
  • Online-Plattform zur Nachverfolgung durch Dritte
  • Gerät ist bis 1m wasserdicht und schwimmfähig (IPX 7)
  • funktionsfähig von -40° bis +85°C
  • Betriebshöhe bis 6.400 m
  • Batterie hält im eingeschalteten Zustand ca. 1 Jahr oder für 1900 Nachrichten. Das deutsche Handbuch gibt es hier
Gewicht: 209g | Maße: 111 x 69 x 44mm | Batterien: 2x AA (Lithium)
Hinweis: zur Nutzung der Nachrichtendienste ist eine kostenpflichtige Registrierung unter www.findmespot.com erforderlich, die pro Jahr 99,- EUR kostet (Stand 02/2010). Optional kann gegen Aufpreis auch die Trackingfunktion aktiviert werden (pro Jahr 39,- EUR)
In der Grundgebühr von 99 EUR jährlich ist folgendes enthalten:
- NOTRUF 9-1-1: Schickt Rettungsdienste zu dem genauen Standort.
- CHECK IN: Lässt ausgewählte Kontakte wissen wo man sich gerade befindet und dass es einem gut geht. Uneingeschränkte Nutzung für Check In Emails. Bis zu 200 SMS Textnachrichten jährlich (Check In oder Hilfe anfordern) sind ebenfalls enthalten. Jede weitere Textnachricht kostet €0,10 pro Nachricht.
- HILFE ANFORDERN: Freunde und Familie um Hilfe bitten und genauen Standort übertragen. Uneingeschränkte Nutzung für Hilfe anfordern Emails.. Bis zu 200 SMS Textnachrichten jährlich (Check In oder Hilfe anfordern) sind ebenfalls enthalten. Jede weitere Textnachricht kostet €0,10 pro Nachricht.


Ich habe zum oben abgebildeten Gerät diverse Berichte und Tests gelesen. Es wird gelegentlich bemängelt, dass die Tasten zu leicht auslösen und das Gerät zu schwer sei (im Rucksack, aber nicht auf dem Schiff).
Der Versand der Texte hat in der Praxis immer sehr gut funktioniert. Praktisch ist zusätzlich, dass die Nachricht durch einen Link zu Google Maps mit dem aktuellen Standort ergänzt wird. (Dafür braucht man den Zusatzdienst "Tracking" nicht buchen.
Beispiel einer "OK"-Nachricht (per EMail):
"Liegen vor Anker. Alles in Ordnung.  Grüße aus ... Trailblaze - Send by Spot Personal Satellite Tracker."
ESN:0-7444558
Breite:68.2002 / Länge:18.515
Nächste Position:nicht gewußt
Abstand:nicht gewußt
Zeit:08/09/2009 22:16:01 (Europe/Berlin)


Es gibt seit diesem Monat einen Nachfolger für 179 Euro, dessen Qualität des Satellitenempfang laut Hersteller wesentlich verbessert wurde, wenn im Wald keine freie Sicht zum Himmel gegeben ist.
  •  Höhe: 9.4 cm
  • Weite: 6.6 cm
  • Dicke: 2.5 cm
  • Gewicht: 147.4g
  • Maximale Außentemperatur: -30C to 60C
    Maximale Höhe: -100m to +6,500m
  • Widerstand Feuchtigkeit: MIL-STD 810E, Methode 509.3, 5% NaCl, 95% distilled water
  • Vibration: Nach SAE J1455
    Battery Type: 3 AAA Energizer™ Lithium Ultimate 8X


Spannend wird es, wenn demnächst die Preise für den Spot Connect veröffentlicht werden. Dieses Gerät kommuniziert über Blutooth mit iPhone, iPad und anderen Smartphones. Es kann jede Nachricht individuell z.B. über das iPhone geschrieben und versendet werden. Ein Video dazu gibt es hier
  • Größe: 7,6 cm x 6,6 cm x 3,2 cm
  • Gewicht: 4,9 oz (mit Batterien)
  • GPS Lat. Lon. datum format: WGS-84
  • Betriebsumfeld: Maximale temperaturen: -13°F bis +140°F (-25°C bis +60°C)
  • Höhe: -328 ft bis 21.325 ft (-100 m bis +6500 m)
  • IPX7 Wasserdicht: Bis zu einer Tiefe von 1 Meter und für die Dauer von bis zu 30 Minuten
  • Bluetooth Reichweite 9,14 Meter
  • Satellitentechnologie : GPS-Genauigkeit : 32,8 ft (10 m) ortsgenau
  • Kommerzielle Satelliten (LEO): 1610-1620 MHz L-band Frequenz Sichtbarkeit: 1 bis 4 zu jeder Zeit. Mehr Satelliten für SOS Erkennung und für schnellere Signalerkennung.
  • BATTERIE Typ: 2 AA Energizer Ultimate Lithium 8X (L91)






























Montag, 7. Februar 2011

Jordan Drogue Bauplan und Bedienung mit kleiner Crew

Nach einigem Überlegen und Abgleichen der Erfahrungswerte, die die US Coastguard und einige Segler veröffentlich haben, ist nun mein Plan für den Treibanker fertig. Er soll den Kat bekanntlich auf ein paar Knoten Geschwindigkeit herunterbremsen beim Ablaufen vor dem Wind und ihn mit dem Heck automatisch gegen die Welle halten, um ein Überschlagen durch seitlich auftreffende Wellen zu verhindern.
Ich werde es bei einer Leine belassen, weil ich bei der Idee mit 3 Einzelstücken (Ludgers Überlegung zwei kurze je Rumpf und eine lange an der "Bridle") Sorge hätte, dass sich die 3 Teilstücke verheddern würden. Ferner ist es wichtig, einen (unten im Plan 13 Meter langen) "Leader" an der "Bridle" zu führen, weil die Fallschirmchen (Cones) erst hinter einer aufs Heck zulaufenden potentiellen Welle "greifen" sollen, sozusagen erst im Wellental dahinter. Das wäre mir für 3 Leinen zu viel "Leader". Ausserdem muss an jedes Ende ein Gewicht, weil sonst die Cones nicht unter Wasser bleiben. 
Was das Einholen nach dem Sturm betrifft: ich werde mal ausprobieren, nach 52 Metern (zwischen "First" und "Tail"), wo die beiden unterschiedlich dicken Leinen mit einer Schlinge verbunden werden, eine dünnere (Festmacher-) Leine anzuknoten, ohne Cones, die ich dann über eine Winsch führe, um mit dieser Unterstützung den Schleppanker schon mal bis auf die letzen 38m einzuholen. Diese 38m könnten dann bei nachlassendem Wind, aber immer noch hoher Welle, draussen bleiben zur Stabilisierung des Hecks, also um es gegen den Wind zu halten und Querschlagen zu verhindern.
 
Das gelegentlich beschriebene Problem, dass es einer erschöpften Crew evtl. nicht gelingt, den Droge nach dem Sturm wieder einzuholen (wenn man das gute Stück nicht einfach abschneiden möchte), ist ja der hohe Widerstand der 150 Cones. Ferner möchte man den Drogue  evtl.verkürzen, also nur das hintere Ende fahren, wenn der Kat nicht so stark abgebremst werden soll. 
Eine Lösung wäre die unten abgebildete gelbe zusätzliche Leine, oben links fest am Schiff befestigt, dann rechts durch das Auge (Soft Eye nach 52m) durchgeführt und zurück zum Schiff auf die Winsch (unten links). Diese gelbe Leine kann dünner sein, weil doppelt, die Last auf der Winsch ist somit halbiert (Flaschenzug), und wenn man das hintere Drogue-38m-Stück quasi bis zum Rumpf heran gewinscht hat, könnte man das vordere Drogue-52m-Stück an der Bridle abschäkeln, es wird dann sofort achteraus abtreiben und nicht mehr so viel Widerstand bieten, weil die Cones dann ja falsch herum stehen. Ok, das klingt komplizert, aber die Idee dabei ist, dass man den Drogue wie unten abgebildet, in der Länge variieren bzw. einholen könnte, und das mit kleiner Crew oder allein?

Sonntag, 6. Februar 2011

digitales WInd-Temperatur-Messgerät

Gestern kam endlich nach 3 Wochen mein kleines Handgerät aus China.

Nachdem ich im letzten Jahr mehrfach eindeutig falsche Angaben zur Windstärke auf dem Raymarine stehen hatte und dann mal auf dem Mast-Top feststellte, was für ein kleines empfindliches Windrädchen da oben ungeschützt den Stürmen und Vögeln ausgeliefert ist, habe ich ein zusätzliches Instrument haben wollen.
Da der Katamaran den Windböen bekanntlich nicht nachgeben kann, sich nicht auf die Seite legen kann, wie ein Einrumpfschiff, sind wir ja sehr auf zuverlässige Windstärke-Angaben für`s Reffen angewiesen, insbesondere auch die Spitzenwerte festzuhalten.
Und wenn nun schon alles "Made in China" ist, warum dann nicht gleich dort bestellen, wenn man die Hälfte dabei sparen kann.
Mit dem Zoll war das allerdings wieder "Roulette" spielen, einen Zoll-Schlüssel konnten mir die Chinesen nicht sagen, also haben wir`s als "Environmental Instrument" deklariert. Damit sich der Aufwand lohnt, habe ich mal 2 Stück bestellt fürs gleiche Porto (6,90 €). Das war ein Fehler, denn das sieht nach "Handel" aus. Ist eigentlich auch ne Idee bei dem Preis im schmucken Schutzköfferchen für 36,90.  Gut, für`s nächste Mal gelernt... Ein Teil wär ja ok, aber bei mehreren gehen die Antennen hoch beim Zoll. Ich wollte nur Porto sparen.
Ja, nun hab ich eins zum Weitergeben, falls ihr hier im Blog Interesse habt (für 36,90,- + 3,45 Portobeteiligung), ansonsten stell ich es mit einem hübschen Aufschlag bei Ebay rein. Jetzt haben die Zöllner mich auf ne Idee gebracht mit Handel.. wenigstens ein Mal.
Features:
  • With CE marking, conforms with the essential health and safety requirements set out by the European Directives
  • Velocity range of 80-4000fpm or 0.4 to 20m/s
  • Temperature range -10 to 50°C or 14 to 122°F
  • 8 Parameters: measure m/s, km/h, fpm, mph, kts, Beaufort, °C, °F
  • Simultaneously measure & display air velocity and temperature
  • With Hold function and display illumination/backlight
  • Displays Min & Max velocity with temperature values
  • Switchable °C to °F
  • Built-in rotating vane sensor for one hand operation
  • With over range indicator and low battery indicator
  • High-contrast, large 4-digit multi-function LCD readout
  • Auto-off to save battery life; this feature can be disabled
  • Guarantees fast & accurate measurement readings of air velocity and air temperatures
  • Protective cap for safe storage
  • Housed in a robust ABS case
  • Including wrist strap and belt holder
  • With free carrying case with contoured foam inside for maximum shock absorption and sleek cover to protect the instrument when not in use

Donnerstag, 3. Februar 2011

Atlantik-Überquerung

Da machen wir uns "jahrelang" Gedanken, wie wir mit unseren 12 und mehr Meter- Kats über den Teich kommen und während dessen ist nicht nur der 84 jährige Anthony Smith mit seinem Floss An Tiki aus Kunststoff-Röhren in die Karibik aufgebrochen (hier die Live - Position), sondern seit gestern noch ein Abenteurer, der Kanadier Ole Eimer (rechts) und zwar im Ruderboot. Mehr hier in seinem Blog
Seine aktuelle Position ist hier zu sehen...


Montag, 31. Januar 2011

Wettersatellitenempfänger

Auf der Bootsmesse war das Wetter wieder ein oft diskutiertes Thema. Was aber die Meterologen und Verkäufer ausgezeichneter Wettersoftware dort (z.B. Wetterwelt.de) nicht wissen oder nicht zugeben wollten: es ist möglich, ohne Datentransfer-Abo (via teurer Iridium oder SSB-Kurzwellen-Pactor Downloads) live Wetterbilder von derzeit 5 Satelliten kostenlos zu empfangen. Um es deutlich vorweg zu sagen: das sind keine Wettervorhersagen, sondern Live-Bilder von Wolken, Wassertemperatur, Infrarotbilder, die aber weitgehende Vorhersagen wie Zugrichtung von Stürmen, Wolken, Regen etc. anhand der vorherigen Verläufe ermöglichen. Diese farbigen Bilder können die Vorhersage Grib-Files von Wetterwelt hervorragend ergänzen und zeigen unglaubliche Details.

 Die Hardware dafür kostet unter 200 Euro, die Software für Dekodierung der (Audio-)Signale ist  Freeware,  für MAC und WINDOWS hier...

Zwar ist der Empfang von Satellitenbildern nicht ganz so einfach wie Fernsehempfang, aber mit etwas Geduld kein Hexenwerk. Man kann sogar die vorhandene UKW Antenne verwenden. Sie ist für den Satellitenempfang sehr gut geeignet, da die Seefunk- und die Satellitenfrequenzen nicht so weit auseinander liegen. Man installiert entweder einen Koax-Umschalter (direkt parallel schalten kann man den Empfänger mit dem Funkgerät nicht) oder macht an der Reling, oder wo Platz ist, eine zweite Antenne fest, die dem Empfänger fest zugeordnet ist. Hier gibt es teure verstärkende Antennen für 300-500 Euro , oder sogar Antennen mit der Empfangshardware direkt in der Antenne verbaut vom neuseeländischen Hersteller SkyEye Systems Ltd, New Zealand  www.xaxero.com  für 1998 US$, aber ich habe mich vorerst für den deutschen und zudem preiswerten separaten Empfänger entschieden, den oben rechts abgebildeten Wettersatellitenempfänger mit Antennendiversity R2FX. Die Stromversorgung erfolgt über ein Steckernetzteil. Es ist aber auch möglich, den Empfänger direkt aus dem PC zu speisen, falls dieser eine Soundkarte mit Joystick-Anschluss.
Eine abschaltbare Fernspeisung ermöglicht die Versorgung eines Meteosatkonverters oder eines Vorverstärkers über das Antennenkabel. Ein HF-dichtes Alugehäuse hält lokale Störungen (z.B. des PCs) vom Empfangsteil fern.  Mehr dazu hier und im deutschen Handbuch hier...

Ein anderer Empfänger (optisch ähnlich dem o.g.) ist hier erhältlich, der APT-06 im Bundle mit links abgebildeten Aktiv-Antenne MX-137 für 495 Euro oder ohne Antenne für 215 Euro.

Es gibt derzeit 5 Satelliten, die regelmäßig zu empfangen sind: NOAA12, NOAA14, NOAA15, NOAA17 und Meteor 3/5. Dazu kommen noch etliche, die nur ab und zu eingeschaltet werden. Die Bahnen der Satelliten führen allesamt über die Pole. Während sich die Erde unter ihnen hinweg dreht überstreichen sie somit Bahn für Bahn immer ein neues Segment der Erdoberfläche. Innerhalb von 24 Stunden überfliegen sie so jeden Punkt der Erde zwei mal. Da sich die Segmente überlappen bedeutet dies für den Beobachter auf der Erde, dass er von jedem Satelliten sechs bis acht Überflüge pro Tag empfängt. 
Die Bilder werden wie bei Wetterfaxen (RTTY) als Audiosignal gesendet, das mit geeigneter Software zur Dekodierung von Satellitenbildern über den Audio-Eingang der Soundkarte in sichtbare Wetterbilder umgewandelt wird. WXSAT ist ein sehr gutes Programm zur APT Dekodierung, ermöglicht Falschfarbendarstellung durch Kombination von des sichtbaren und des Infrarotbildes von NOAA.
Man kann animierte Wetterfilme erstellen, die so auch im Internet aktuell bei NOAA angesehen werden können, z.B. hier vom NOAA12