Montag, 7. Februar 2011

Jordan Drogue Bauplan und Bedienung mit kleiner Crew

Nach einigem Überlegen und Abgleichen der Erfahrungswerte, die die US Coastguard und einige Segler veröffentlich haben, ist nun mein Plan für den Treibanker fertig. Er soll den Kat bekanntlich auf ein paar Knoten Geschwindigkeit herunterbremsen beim Ablaufen vor dem Wind und ihn mit dem Heck automatisch gegen die Welle halten, um ein Überschlagen durch seitlich auftreffende Wellen zu verhindern.
Ich werde es bei einer Leine belassen, weil ich bei der Idee mit 3 Einzelstücken (Ludgers Überlegung zwei kurze je Rumpf und eine lange an der "Bridle") Sorge hätte, dass sich die 3 Teilstücke verheddern würden. Ferner ist es wichtig, einen (unten im Plan 13 Meter langen) "Leader" an der "Bridle" zu führen, weil die Fallschirmchen (Cones) erst hinter einer aufs Heck zulaufenden potentiellen Welle "greifen" sollen, sozusagen erst im Wellental dahinter. Das wäre mir für 3 Leinen zu viel "Leader". Ausserdem muss an jedes Ende ein Gewicht, weil sonst die Cones nicht unter Wasser bleiben. 
Was das Einholen nach dem Sturm betrifft: ich werde mal ausprobieren, nach 52 Metern (zwischen "First" und "Tail"), wo die beiden unterschiedlich dicken Leinen mit einer Schlinge verbunden werden, eine dünnere (Festmacher-) Leine anzuknoten, ohne Cones, die ich dann über eine Winsch führe, um mit dieser Unterstützung den Schleppanker schon mal bis auf die letzen 38m einzuholen. Diese 38m könnten dann bei nachlassendem Wind, aber immer noch hoher Welle, draussen bleiben zur Stabilisierung des Hecks, also um es gegen den Wind zu halten und Querschlagen zu verhindern.
 
Das gelegentlich beschriebene Problem, dass es einer erschöpften Crew evtl. nicht gelingt, den Droge nach dem Sturm wieder einzuholen (wenn man das gute Stück nicht einfach abschneiden möchte), ist ja der hohe Widerstand der 150 Cones. Ferner möchte man den Drogue  evtl.verkürzen, also nur das hintere Ende fahren, wenn der Kat nicht so stark abgebremst werden soll. 
Eine Lösung wäre die unten abgebildete gelbe zusätzliche Leine, oben links fest am Schiff befestigt, dann rechts durch das Auge (Soft Eye nach 52m) durchgeführt und zurück zum Schiff auf die Winsch (unten links). Diese gelbe Leine kann dünner sein, weil doppelt, die Last auf der Winsch ist somit halbiert (Flaschenzug), und wenn man das hintere Drogue-38m-Stück quasi bis zum Rumpf heran gewinscht hat, könnte man das vordere Drogue-52m-Stück an der Bridle abschäkeln, es wird dann sofort achteraus abtreiben und nicht mehr so viel Widerstand bieten, weil die Cones dann ja falsch herum stehen. Ok, das klingt komplizert, aber die Idee dabei ist, dass man den Drogue wie unten abgebildet, in der Länge variieren bzw. einholen könnte, und das mit kleiner Crew oder allein?

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